Der Fette Lollus Und Der Magere Lollus

by Unknown · from Märchen-Sammlung

folk tale moral tale didactic Ages 8-14 1681 words 8 min read

Adapted Version

CEFR A1 Age 5 375 words 2 min Canon 98/100

Once there were two brothers. One brother was a monk. The other brother had an inn.

A rich man died. He had two sons. One son was a monk. The other son was an innkeeper. The innkeeper liked money.

The Innkeeper Brother borrowed money. He borrowed from The Wise Brother. The Innkeeper Brother was not fair.

The inn was not busy. Guests did not come. The Innkeeper Brother was sad. His inn was empty.

The Wise Brother came back. He needed his money. He wanted to build a church altar. He asked for the money back.

The Innkeeper Brother had no money. He was very sad. He said, "I cannot pay you. It is not my fault. Please wait for me."

The Wise Brother said, "You have a bad guest. This guest is Lollus, the Big Monster. He eats your unfair money. He causes your problems."

They went to the cellar. The Wise Brother spoke words. A big, fat monster came up. It was Lollus, the Big Monster. It ate all the unfair money. It was very big.

The Wise Brother said, "Be fair now. Do not cheat. Work hard. Watch your inn yourself."

The Innkeeper Brother was scared. He said, "I will change." Lollus, the Big Monster, went away. He went back into the floor.

The Innkeeper Brother worked hard. He was fair. He did not cheat. He watched his inn. He made good food.

His inn was busy again. Many guests came. He had a good name. He had much money. He was happy.

The Wise Brother came back. The Innkeeper Brother was happy. He gave the money back. The Wise Brother took the money.

The Innkeeper Brother wanted to see Lollus. They went to the cellar. The Wise Brother spoke words. Lollus, the Small Monster, came up. It was very small and thin.

The Wise Brother said, "You are fair now. Lollus will stay small. He will go away. He will find a new bad home."

The Innkeeper Brother was very happy. He was always fair. He worked hard. His inn was good. He had a good name. He was happy always.

Being fair is always best. Good things happen when you are fair. Bad things happen when you are not fair.

Original Story 1681 words · 8 min read

Der fette Lollus und der magere Lollus.

s starb ein reicher Mann, welcher zwei Söhne hinterließ und ein hübsches Vermögen und Erbe. Der eine der Söhne erwählte den geistlichen, und zwar den Mönchs-Stand, der zweite einen sehr weltlichen, er wurde ein Gastgeber, das heißt er gab seinen Gästen so wenig als möglich und nahm dafür von ihnen so viel als möglich. Er heiratete nach Geld und strebte fort und fort nach Geld. Von seinem Bruder borgte er dessen Erbanteil ab, da dieser als Mönch keines Geldes bedurfte, und wucherte damit, aber nicht zu des Bruders sondern zu seinem eigenen Nutzen. Seine Biermaße waren falsch, und seine Weinflaschen ließ er auf der Glashütte so klein blasen, daß man beim Anblick einer ganzen Flasche sehr in Zweifel geriet, ob es nicht eine halbe sei, und seine halben Flaschen schienen alle nach der schlanken Körperbildung eines Bleistiftes hinzustreben; daher hießen sie auch bei den Gästen dieses Wirtes nie anders als Stifte. Wenn der Stallknecht dem Pferde eines Reisenden Hafer vorgeschüttet hatte, so trat der Wirt, wenn er sich unbemerkt glaubte, an die Krippe, kripste ganze Hände voll Hafer wieder dem armen Tiere vor dem Maule weg und schob ihn in seine Tasche. Er sagte sich, deshalb heiße die Krippe so, weil man aus ihr kripsen könne. Es war ein durchtriebener Schalk, dieser Wirt, und an ihm lag es nicht, daß er nicht recht reich wurde, denn Anlagen dazu hatte er. Aber das Bibelwort sagt nicht vergebens: „Die da reich werden wollen, fallen in Versuchung und Stricke.“ Des Wirtes Tun brachte nicht Segen. Was half es ihm, wenn er fremden Pferden von deren Futter ein paar Hände voll Hafer stahl — und eins seiner eigenen Pferde zugrunde ging? Wenn er durch sein zu knappes Maß nach und nach ein wenig Wein langsam gewann, und durch Nachlässigkeit seiner Leute, die er ohne Aufsicht ließ, ihm ein ganzes Faß in den Keller lief? Er kam nicht vorwärts, dieser betriebsame Wirt, sondern er kam zurück in allen Dingen, nur nicht von seiner Prellerei und Habsucht; diese trieb er immer ärger und ärger, bis die Gäste wegblieben und das Weinstüblein leer stand, der Bratofen kalt blieb und der Schornstein sich das Rauchen abgewöhnte.

Als es so weit schon mit dem Krebsgange dieses Wirtes gediehen war, schlug ihm ein neuer Schrecken in die Glieder; sein Bruder, der fromme Mönch, kam und sprach zu ihm: „Lieber Bruder, gib mir das dir geliehene Kapital heraus, ich habe meinem heiligen Schutzpatrone in unserer Klosterkirche einen kostbaren Altar mit herrlicher Malerei, Schnitzwerk und Vergoldung gelobt; den will ich davon herstellen, und was übrig bleibt, wenn etwas übrig bleibt, davon will ich Seelenmessen für unsere lieben Eltern, für dich und mich auf ewige Zeiten stiften.“

„Großer Gott!“ schrie der Wirt, „Bruder, wie kannst du so unsinnig handeln! Ich kann dir dein Geld jetzt nicht herausgeben, denn ich habe es nicht, — ich bin zugrunde gerichtet, und wenn du auf der Zahlung bestehst, so wird mir Haus und Hof über dem Kopfe verkauft, ich muß mit Weib und Kindern betteln gehen, und du bekommst erst recht nichts, und dein heiliger Schutzpatron bekommt auch keinen neuen Altar. Höre mich an und sei vernünftig, mein lieber, gottseliger Bruder! Laß mir noch das Geld, gönne mir Zeit, mich zu erholen! Du weißt, wir haben eine schlimme Zeit durchgemacht, in welcher niemand auf einen grünen Zweig hat kommen können, außer die Bauern; die haben ihr Schäfchen geschoren und lachen uns jetzt aus. Dein Heiliger ist gewiß ein edeldenkender Menschenfreund gewesen, und hat er einige Jahrhunderte in deiner Klosterkirche keinen Prachtaltar gehabt, so wird es ihm darauf auch nicht ankommen, einige Jahre früher oder später einen solchen zu erhalten. Gott der Herr weiß, daß ich mir es gehörig sauer werden lasse — ich plage mich über alle Maßen, Geld zu erschwingen — aber es geht nicht — ich komme zu nichts.“

„Das höre ich sehr ungern von dir, lieber Bruder“, sprach mit Teilnahme der Mönch. „Du hast den schlechtesten Gast in dein Gasthaus aufgenommen, den es geben kann.“

„Wer wäre das?“ fragte der Wirt.

„Das ist der fette Lollus!“ entgegnete der Mönch.

„Der fette Lollus?“ fragte verwundert der Wirt. „Du scherzest entweder, Bruder, oder du faselst. In meinem Fremdenbuche steht kein Gast solchen Namens, und nie hörte ich diesen Namen nennen, wahrlich in meinem ganzen Leben nicht!“

„Das ist wohl möglich,“ sagte der Mönch; „dennoch ist dieser schlimme Gast vorhanden, und er ist die alleinige Ursache deines Vermögensverfalles und deines Zurückkommens.“

„Den möcht’ ich sehen! Ich wollt’ ihn“ — fuhr der Wirt auf.

„Du wirst ihm nicht gleich etwas anhaben, lieber Bruder,“ sprach lächelnd der Mönch; „allzulange hast du ihn treulich gehegt und gepflegt; doch sehen sollst du ihn, den fetten Lollus. Er befindet sich in deinem Keller; geh mit mir hinunter!“

Verwundert nahm der Wirt den Kellerschlüssel und eine Lampe und dachte: „Aha, mein Bruder meint den Wein; er will andeuten, ich sei mein bester Gast selbst, doch da irrt er sich sehr.“

Im Keller hieß der Mönch seinen Bruder die Lampe auf ein Faß setzen, daß ihr Strahl in eine leere Ecke fiel, hieß den Wirt hinter sich treten, zog ein kleines, schwarzes Buch hervor und murmelte daraus, gegen die Ecke gekehrt, eine Beschwörungsformel. Da wallete der Boden, da hob sich etwas Dickes heraus, da glühten ein paar feurige Augen, und dem Wirte gerann das Blut in den Adern vor Furcht und Grauen.

„Lölle, gehe ganz herzu!“ rief der Mönch. Da hob sich dem dickgeschwollenen Kopfe ein unförmlich dicker Leib nach, und kurze plumpe Füße patschten auf dem Boden des Kellers, und ein unförmiges, scheußliches Tier, dessen Haut so fett und speckig glänzte wie die einer Robbe, hockte in der Ecke.

„Schaust du deinen werten Gast, mein Bruder?“ fragte der Mönch zu diesem gewendet, sehr ernst. „Ich vermeine, er habe sich in deiner Herberge nicht übel gemästet! Siehst du, Bruder, alle und jede Frucht deines Truges hat nicht dir angeschlagen, sondern diesem Lollus. Was du den Fremden und deren Vieh abgezwackt, der hat sich davon genährt, den durch zu kleines Maß und durch zu kleine Flaschen trüglich gewonnenen Wein oder sonstiges Getränke — alles hat der Lollus geschluckt. — Unrecht Gut gedeihet nicht, und Untreue schlägt ihren eigenen Herrn. Soll sich’s mit dir und deinem Wesen bessern, so übervorteile niemand mehr, betrüge niemand, übernimm niemand. Fordere, was recht ist; denn was recht ist, lobt Gott. Halte ehrliches, gerechtes Maß und Gewicht, siehe selbst zu deinen Sachen, täglich, stündlich, vom Keller bis zum Kornboden. Bediene, soviel du es kannst, selbst deine Gäste, verlasse dich nicht allzuviel auf Ober- und Unterkellner, auf Hausknecht und Stallknecht, auf Koch und Büttner. Je mehr du Gesinde hältst, je fetter füttert sich der Lollus.“

Nach dieser Vermahnung wurde der Wirt sehr nachdenklich und sagte: „Ich danke dir, mein Bruder; ich will tun nach deinen Worten, die du mir gesagt hast.“

Da beschwor der Mönch den Lollus wieder und sagte: „Lölle, kreuch’ ein!“ und schwerfällig kroch der Lollus hinterwärts wieder in die Erde zurück, und die Kellerecke war wieder leer und glatt wie zuvor.

„Mein Geld will ich dir noch vier Jahre lassen,“ sagte der Mönch; „dann aber muß meinem Heiligen Wort gehalten werden.“ Darauf schied er von seinem Bruder hinweg.

Der Wirt befolgte mit Eifer seines Bruders treuen Rat, änderte seine Wirtschaft ganz und gar, richtete alles besser ein, sparte am rechten Orte, veruntreute aber nichts mehr. Seine Frau mußte in der Küche selbst zum rechten sehen, was sie früher nicht getan; richtiges Gemäß wurde hergestellt, auf der Glashütte wurden gerechte und vollkommene Weinflaschen geblasen, und die kleinen Zwergflaschen verschwanden. Dafür stellten sich die verschwundenen Gäste wieder ein, der Bratofen wurde nicht mehr kalt, und der Schornstein rauchte wieder schier Tag und Nacht.

Des Wirtes ganzes Wesen besserte sich in jeder Weise; sein Wohlstand nahm mit seiner Rechtlichkeit sichtbarlich zu; sein guter Ruf und der seines Hauses breitete sich weit aus, und die Gastwirte in den Nachbarstädten begannen ihn zu beneiden; denn die Reisenden fuhren lieber noch ein paar Stunden in die Nacht hinein, um nur in das gute Gasthaus zu gelangen, und nicht selten war dieses so von Gästen überfüllt, daß der fröhliche Wirt dennoch eine traurige Miene annehmen und die überzähligen Gaste abweisen mußte.

Als nach dem Ablauf von vier Jahren der Mönch, des Wirtes Bruder, wiederkam, seinen Erbanteil zu begehren, empfing ihn der Wirt auf das freundlichste, setzte ihm ein herrliches Weinchen von der schönsten Farbe vor und allerlei schmackhaftes Backwerk, süße Kuchen und dergleichen, und legte ihm starke Geldrollen auf den Tisch, indem er sagte: „Hier, mein lieber Bruder, ist mit meinem besten Dank dein Kapital samt allen Zinsen, redlich berechnet bei Heller und Pfennig!“ Der Mönch aber sagte: „Lieber Bruder, die Zinsen nehme ich nicht; solches ziemet mir nicht nur nicht als einem Priester, sondern es stehet auch geschrieben: Du sollst nicht Wucher nehmen von deinem Bruder. Aber ich freue mich, daß du des fetten Lollus ledig bist und hast nur noch den magern.“

„So?“ sagte der Wirt. „Wohnt der auch im Keller? Den möcht’ ich auch sehen.“

„Den sollst du sehen!“ antwortete der Mönch, hieß den Wirt voran in den Keller gehen und hob drunten seine Beschwörung wieder an. Da bewegte sich ganz langsam hinten in der Ecke die Erde, und allmählich lugte ein schmales Köpfchen heraus mit ganz matten Augen.

„Lölle, gehe ganz herzu!“ sprach der Mönch. Da wand sich der Lollus matt und mühsam aus dem Boden und erschien äußerst abgemagert; seine Haut glänzte nicht mehr wie Speckschwarte, sondern war verrumpfelt und verschrumpfelt wie eine Baumrinde und sah äußerst hinfällig aus. „Nun ist’s gut, das freut mich!“ sprach der Mönch. „Lölle, kreuch ein!“ — Da kroch der Lollus wieder hinterwärts, aber ganz langsam, in den Kellerboden zurück, und in der Ecke war nichts zu sehen.

„Hab’ acht, Bruder“ sagte der Mönch; „wenn du bleibst, wie du jetzt bist, so hält es der Lollus kein Vierteljahr mehr bei dir aus. Entweder er verkommt, oder er geht ein Haus weiter und sucht sich einen Herrn, der ihn besser nährt als du.“ — Dieses Trostes war der Wirt über alle Maßen froh und segnete seines weisen Bruders Rat tausendfach.


Story DNA

Moral

Dishonest gains do not prosper, and true wealth comes from integrity and fair dealing.

Plot Summary

A greedy innkeeper, who borrowed his monk brother's inheritance, ruins his business through dishonest practices. When his brother returns for the money, the monk reveals that the innkeeper's ill-gotten gains have been feeding a monstrous creature called 'the fat Lollus' in his cellar, causing his downfall. Following his brother's advice, the innkeeper reforms his ways, becomes honest, and prospers. Upon the monk's return, they find Lollus shriveled and thin, signifying the innkeeper's triumph over greed and the lasting benefits of integrity.

Themes

honestygreedintegrityconsequences of actions

Emotional Arc

decline to redemption

Writing Style

Voice: third person omniscient
Pacing: moderate
Descriptive: moderate
Techniques: biblical allusions, personification of abstract concepts

Narrative Elements

Conflict: person vs self
Ending: moral justice
Magic: personification of greed as a physical creature (Lollus), monk's ability to conjure and banish Lollus
the fat Lollus (greed, dishonesty)the thin Lollus (honesty, integrity)false measures and small bottles (deceit)

Cultural Context

Origin: German
Era: timeless fairy tale

Reflects a pre-industrial society where small businesses like inns were central, and moral teachings often intertwined with practical advice on commerce and community standing.

Plot Beats (15)

  1. A rich man dies, leaving two sons: one becomes a monk, the other a greedy innkeeper.
  2. The innkeeper borrows his monk brother's inheritance and uses it to fuel his dishonest business practices, such as short-changing guests and stealing feed from their horses.
  3. Despite his efforts, the innkeeper's business declines, and his establishment becomes empty.
  4. The monk returns, requesting his loaned capital to build an altar for his patron saint.
  5. The innkeeper, ruined, pleads for more time, blaming external circumstances.
  6. The monk explains that the 'fat Lollus' is the true cause of his misfortune, a guest he has unknowingly harbored.
  7. In the cellar, the monk conjures the 'fat Lollus,' a monstrous, corpulent creature, revealing it to be the embodiment of the innkeeper's ill-gotten gains.
  8. The monk instructs his brother to abandon all dishonest practices, maintain fair measures, and personally oversee his business.
  9. The innkeeper, terrified and convinced, promises to change and the monk makes Lollus retreat, granting him four more years.
  10. The innkeeper diligently follows his brother's advice, reforming his business, using honest measures, and overseeing his staff.
  11. His business flourishes, his reputation improves, and guests return in droves, making him prosperous.
  12. After four years, the monk returns, and the innkeeper joyfully repays the loan with interest (which the monk refuses).
  13. The innkeeper asks to see Lollus again, and in the cellar, the monk conjures a shriveled, emaciated 'thin Lollus'.
  14. The monk explains that if the innkeeper continues his honest ways, Lollus will either perish or seek a new, more dishonest host.
  15. The innkeeper is overjoyed and continues to live by his brother's wise counsel, maintaining his prosperity and good name.

Characters

👤

The Innkeeper (formerly the Fat Lollus's Host)

human adult male

Initially, he is likely of average build, but his greedy nature and lack of physical labor might suggest a slightly soft or complacent physique. After his transformation, he becomes more active and diligent, suggesting a leaner, more robust build from his renewed efforts.

Attire: Initially, practical but perhaps slightly worn or ill-fitting innkeeper's attire, likely made of sturdy wool or linen in muted colors, reflecting his miserly nature. After his transformation, his clothes would be well-maintained, clean, and of good quality, perhaps a dark waistcoat over a white linen shirt, sturdy breeches, and polished leather shoes, reflecting his renewed prosperity and honesty.

Wants: Initially, his primary motivation is to accumulate wealth by any means, even dishonest ones. Later, he is motivated by a desire to restore his business, regain his reputation, and escape ruin, driven by his brother's advice and the fear of the 'Fat Lollus'.

Flaw: His fatal flaw is his insatiable greed and dishonesty, which leads him to ruin. He is also initially blind to the true cause of his misfortunes.

He undergoes a significant transformation from a greedy, deceitful, and failing innkeeper to an honest, diligent, and prosperous one. He learns that 'unjust gain does not prosper' and that honesty leads to true wealth and reputation.

His transformation from a worried, slightly disheveled innkeeper to a confident, well-dressed, and welcoming host.

Initially greedy, deceitful, cunning, miserly, and self-serving. He is desperate and fearful when confronted with his ruin. After his transformation, he becomes diligent, honest, responsible, grateful, and prosperous.

👤

The Monk (the Innkeeper's Brother)

human adult male

Likely of a lean to average build, reflecting an ascetic lifestyle. His posture would be upright and composed, indicative of spiritual discipline.

Attire: A simple, dark brown or grey wool monastic habit, tied with a rope cincture. It would be clean and well-maintained, but unadorned, reflecting his vows of poverty and piety. Perhaps a simple wooden rosary at his waist.

Wants: To fulfill his vow to his patron saint by building an altar and to guide his brother towards an honest and righteous path, saving him from spiritual and financial ruin.

Flaw: None explicitly shown; he acts as a figure of moral strength.

He remains a steadfast moral compass throughout the story, serving as the catalyst for his brother's transformation. His character does not change, but his actions bring about significant change in others.

His simple, dark monastic habit and the small, black book he uses for incantations.

Wise, compassionate, firm, patient, and spiritually insightful. He is not easily swayed by excuses and possesses a strong moral compass.

✦

The Fat Lollus

magical creature (personification of ill-gotten gains) ageless non-human

An unfathomably thick, monstrous creature with a grotesquely swollen head and an enormous, shapeless body. Its skin is described as fat and greasy, shining like a seal's blubber. It moves with short, clumsy, slapping feet.

Attire: None, as it is a creature of pure substance.

Wants: To consume and grow from the innkeeper's deceitful gains. Its existence is purely parasitic.

Flaw: It weakens and shrinks when the innkeeper ceases his dishonest practices.

It appears as a monstrous, fat creature, then slowly shrinks and becomes frail as the innkeeper reforms his ways, eventually becoming the 'Lean Lollus'.

Its enormous, blubbery body and fiery, glowing eyes.

A silent, monstrous embodiment of greed and ill-gotten wealth. It is a passive antagonist, its existence and growth being the direct consequence of the innkeeper's dishonest actions.

✦

The Lean Lollus

magical creature (personification of honest gains) ageless non-human

An extremely emaciated and shriveled creature, its skin wrinkled and shrunken like tree bark, appearing very frail and weak. It has a narrow head and dull, listless eyes.

Attire: None, as it is a creature of pure substance.

Wants: To survive, though barely, on the honest gains of the innkeeper. Its existence is a testament to the innkeeper's reformed character.

Flaw: Its extreme frailty and inability to thrive on anything but honest, moderate gains. It is always on the verge of perishing if the innkeeper reverts to old ways.

It is the final form of the Lollus, showing that while the 'bad guest' is gone, the innkeeper must remain vigilant in his honesty to keep this 'lean' version from perishing or leaving.

Its shriveled, tree-bark-like skin and extremely emaciated form.

A silent, frail embodiment of the consequences of honesty. It represents the idea that while honest gains may not be as immediately abundant as dishonest ones, they are sustainable and lead to true prosperity.

Locations

The Innkeeper's Tavern/Weinstüblein

indoor varies, but implies warmth and activity when prosperous

A traditional German tavern, initially poorly managed and often empty, with a cold oven and a chimney that rarely smoked. Later, it becomes bustling and prosperous, with a constantly smoking chimney, indicating a warm, active kitchen and many guests. The architecture would be typical of a 17th-18th century German inn, likely half-timbered (Fachwerk) with a gabled roof, small paned windows, and a prominent hearth.

Mood: Initially desolate and cold due to lack of business, later warm, lively, and prosperous.

The primary setting for the innkeeper's dishonest dealings and subsequent reformation; where guests come and go.

half-timbered walls thatched or tiled roof small paned windows cold/smoking chimney empty/bustling dining area wooden tables and benches hearth/oven

The Innkeeper's Cellar

indoor night cool, damp, consistent cellar conditions

A dark, damp cellar beneath the inn, with a stone or packed earth floor. It contains barrels of wine and other provisions. Initially, it harbors the 'fat Lollus' in a shadowy corner, described as a thick, monstrous creature. Later, it reveals the 'thin Lollus' after the innkeeper's reformation, appearing shriveled and weak.

Mood: Eerie, mysterious, and fearful when the Lollus is present; later, a place of revelation and transformation.

The monk reveals the 'Lollus' to the innkeeper here, symbolizing the consequences of his greed and later, the fruits of his honesty.

stone walls earthen floor wooden wine barrels shadowy corners oil lamp the 'fat Lollus' (a monstrous, seal-like creature) the 'thin Lollus' (a shriveled, tree-bark-like creature)

Monastery Church

indoor temperate, indoor conditions

A sacred space within a monastery, where the monk intends to build a costly altar. Implies a traditional European monastic church, likely Romanesque or early Gothic, with stone architecture, stained glass (implied by 'glorious painting'), and intricate religious carvings.

Mood: Reverent, spiritual, and a place of devotion.

The monk's motivation for retrieving his inheritance is to fund a new altar for his patron saint in this church.

stone arches stained glass windows altar religious paintings carved wooden or stone figures vaulted ceilings