Der Wettlauf
by Unknown · from Märchen-Sammlung
Adapted Version
One sunny Sunday, Hedgehog went for a walk. He was very happy. He sang a little song. He walked in the field. He looked at his food. He liked his turnip food. It was a nice day.
Hedgehog saw Hare. Hare was very proud. Hare saw Hedgehog's short legs. Hare laughed at Hedgehog. "Your legs are too short!" Hare said. Hedgehog felt very sad. He did not like this at all.
Hedgehog was angry. "I can run fast," he said. "Let us race!" Hare laughed again. "You cannot beat me," Hare said. "We race for a coin," Hedgehog said. Hare agreed to race him for it.
Hedgehog went home. He told Mrs. Hedgehog his plan. "I will race Hare," he said. Mrs. Hedgehog was worried. "You cannot win," she said. "Yes, I can," Hedgehog said. "You must help me." Mrs. Hedgehog agreed to help.
Hedgehog told his plan. "We will race in the field," he said. "You stand at one end. I stand at the other end. You hide in the furrow. Wait for Hare there. Say 'I am already here!'"
Mrs. Hedgehog went to her spot. Hedgehog went to his spot. Hare was ready. "One, two, three!" Hare said. Hare ran very fast. He ran like the wind. Hedgehog stayed still.
Hare ran to the end. Mrs. Hedgehog called out. "I am already here!" she said. Hare was very surprised. He did not know.
"Again!" Hare cried. He ran back. He ran to the top. Hedgehog called out. "I am already here!" he said. Hare felt confused.
Hare ran again and again. Hedgehog and Mrs. Hedgehog took turns. "I am already here!" they said. Hare ran many, many times. He got very tired. He was very confused. He tried his very best.
Hare could not run more. He was too tired. He stopped in the field. He sat down. He felt very silly. He knew he lost the race. He ran away. He was very sad.
Hedgehog won the gold coin. He found Mrs. Hedgehog. They were very happy. They went home. They felt very good. They were very smart. They had a nice prize.
Hedgehog and Mrs. Hedgehog were happy. They showed that being smart is better. Do not make fun of others. Even small ones can be smart. Be kind to all.
Original Story
Der Wettlauf
zwischen dem Hasen und dem Igel.
iese Geschichte ist ganz lügenhaft anzuhören, Jungens, aber wahr ist sie doch, denn mein Großvater, von dem ich sie habe, pflegte immer, wenn er sie erzählte, dabei zu sagen: „Wahr muß es doch sein, meine Söhne, denn sonst könnte man sie ja nicht erzählen.“ Die Geschichte aber hat sich so zugetragen:
Es war einmal an einem Sonntagsmorgen in der Herbstzeit, just als der Buchweizen blühte. Die Sonne war goldig am Himmel aufgegangen, der Morgenwind strich frisch über die Stoppeln, die Lerchen sangen in der Luft, die Bienen summten in dem Buchweizen, und die Leute gingen in ihren Sonntagskleidern nach der Kirche, kurz, alle Kreatur war vergnügt und der Swinegel auch.
Der Swinegel aber stand vor seiner Tür, hatte die Arme übereinandergeschlagen, guckte dabei in den Morgenwind hinaus und trällerte ein Liedchen vor sich hin, so gut und schlecht, als es nun eben am lieben Sonntagmorgen ein Swinegel zu singen vermag. Indem er nun noch so halbleise vor sich hinsang, fiel ihm auf einmal ein, er könne wohl, während seine Frau die Kinder wüsche und anzöge, ein bißchen im Felde spazieren und dabei sich umsehen, wie seine Steckrüben stünden. Die Steckrüben waren das Nächste bei seinem Hause, und er pflegte mit seiner Familie davon zu essen, und deshalb sah er sie denn auch als die seinigen an. Der Swinegel machte die Haustüre hinter sich zu und schlug den Weg nach dem Felde ein. Er war noch nicht sehr weit vom Hause und wollte just um den Schlehenbusch hinaufschlendern, der da vor dem Felde liegt, als ihm der Hase begegnete, der in ähnlichen Geschäften ausgegangen war, nämlich um seinen Kohl zu besehen. Als der Swinegel des Hasen ansichtig wurde, bot er ihm einen freundlichen guten Morgen. Der Hase aber, der nach seiner Weise ein gar vornehmer Herr war und grausam hochfahrig dazu, antwortete nichts auf des Swinegels Gruß, sondern sagte zu ihm, wobei er eine gewaltig hohe Miene annahm: „Wie kommt es denn, daß du schon bei so frühem Morgen im Felde rumläufst?“ „Ich gehe spazieren,“ sagte der Swinegel. „Spazieren?“ lachte der Hase, „mich deucht du könntest deine Beine auch wohl zu besseren Dingen gebrauchen.“ Diese Antwort verdroß den Swinegel über alle Maßen, denn alles kann er vertragen, aber auf seine Beine läßt er nichts kommen, eben weil sie von Natur schief sind. „Du bildest dir wohl ein,“ sagte nun der Swinegel, „daß du mit deinen Beinen mehr ausrichten kannst?“ „Das denk’ ich“, sagte der Hase. „Nun, es käme auf einen Versuch an,“ meinte der Swinegel, „ich pariere, wenn wir wettlaufen, ich laufe euch vorbei.“ „Das ist zum lachen — du mit deinen schiefen Beinen!“ sagte der Hase „aber meinetwegen mag es sein, wenn du so übergroße Lust hast. Was gilt die Wette?“ „Einen goldenen Lujedor und eine Buttelje Schnaps,“ sagte der Swinegel. „Angenommen,“ sprach der Hase „schlag ein, und dann kann’s gleich losgehen.“ „Nein, so große Eile hat es nicht,“ meinte der Swinegel, „ich bin noch ganz nüchtern; erst will ich nach Hause gehn und ein bißchen frühstücken. In einer halben Stunde bin ich auf dem Platze.“ Darauf ging der Swinegel, denn der Hase war es zufrieden.
Unterwegs dachte der Swinegel bei sich: „Der Hase verläßt sich auf seine langen Beine, aber ich will ihn schon kriegen. Er dünkt sich zwar ein vornehmer Herr zu sein, ist aber doch ein dummer Kerl, und bezahlen muß er auch.“ Als nun der Swinegel zu Hause ankam, sagte er zu seiner Frau: „Frau zieh dich eilig an, du mußt mit ins Feld hinaus.“ „Was gibt es denn?“ sagte die Frau. „Ich habe mit dem Hasen um einen goldenen Lujedor und eine Buttelje Schnaps gewettet. Ich will mit ihm um die Wette laufen, und da sollst du dabei sein.“ „O mein Gott, mein Mann!“ schrie Swinegels Frau, „bist du nicht klug, hast du den Verstand verloren? Wie kannst du mit dem Hasen um die Wette laufen wollen?“ „Laß gut sein, Weib,“ sagte der Swinegel, „das ist meine Sache. Räsoniert nicht in Männergeschäfte. Ziehe dich an und dann komm mit.“ Was sollte die Frau machen? Sie mußte wohl folgen, sie mochte wollen oder nicht.
Als sie nun miteinander unterwegs waren, sprach der Swinegel zu seiner Frau also: „Nun paß auf, was ich dir sagen werde. Sieh, auf dem langen Acker dort wollen wir unsern Wettlauf machen. Der Hase läuft nämlich in der einen Furche und ich in der andern, und von oben fangen wir an zu laufen. Nun hast du weiter nichts zu tun, als du stellst dich hier unten in die Furche, und wenn der Hase auf der andern Seite ankommt, so rufst du ihm entgegen: „Ich bin schon da!““
Damit waren sie beim Acker angelangt, der Swinegel wies seiner Frau ihren Platz an und ging nun den Acker hinauf. Als er oben ankam, war der Hase schon da. „Kann es losgehen?“ sagte der Hase. „Jawohl“, erwiderte der Swinegel. „Dann man zu!“ Und damit stellte sich jeder in seine Furche. Der Hase zählte: „Eins, zwei, drei!“ und los ging er wie ein Sturmwind den Acker hinunter. Der Swinegel aber lief nur ungefähr drei Schritte, dann duckte er sich in die Furche nieder und blieb ruhig sitzen.
Als nun der Hase im vollen Laufen unten ankam, rief ihm Frau Swinegel entgegen: „Ich bin schon da!“ Der Hase stutzte und verwunderte sich nicht wenig. Er meinte nicht anders, es wäre der Swinegel selbst, der ihm das zurufe, denn bekanntlich sieht Swinegels Frau gerade so aus wie ihr Mann.
Der Hase aber meinte: „Das geht nicht mit rechten Dingen zu.“ Er rief: „Noch einmal gelaufen, wieder herum!“ Und fort ging es wieder wie der Sturmwind, so daß ihm die Ohren am Kopfe flogen. Frau Swinegel blieb indes ruhig auf ihrem Platz. Als nun der Hase oben ankam, rief ihm der Swinegel entgegen: „Ich bin schon da!“ Der Hase aber, ganz außer sich vor Eifer, schrie: „Nochmal gelaufen, wieder herum!“ „Mir recht,“ antwortete der Swinegel, „meinetwegen so oft als du Lust hast.“ So lief der Hase dreiundsiebzigmal, und der Swinegel hielt es immer mit ihm aus. Jedesmal, wenn der Hase unten oder oben ankam sagte der Swinegel oder seine Frau: „Ich bin schon da.“
Zum vierundsiebzigstenmal kam der Hase nicht mehr zu Ende. Mitten auf dem Acker stürzte er zur Erde, das Blut floß ihm aus dem Halse, und er blieb tot auf dem Platze. Der Swinegel aber nahm seinen gewonnenen Louisdor und die Flasche Branntwein, rief seine Frau aus der Furche ab, und beide gingen vergnügt nach Hause, und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch.
So begab es sich, daß auf der Buxtehuder Heide der Swinegel den Hasen zu Tode gelaufen hat, und seit jener Zeit hat es sich kein Hase wieder einfallen lassen, mit dem Buxtehuder Swinegel um die Wette zu laufen.
Die Lehre aber aus dieser Geschichte ist deutlich, daß keiner, und wenn er sich auch noch so vornehm dünkt, sich soll beikommen lassen, über den geringen Mann sich lustig zu machen, und wäre es auch nur ein Swinegel.
Story DNA
Moral
No one, no matter how distinguished they consider themselves, should make fun of the common man, even if it's just a hedgehog.
Plot Summary
A proud hare insults a humble hedgehog's legs, leading to a challenge for a race. The clever hedgehog enlists his wife to help him trick the hare: they position themselves at opposite ends of a long field furrow, each calling out "I'm already here!" as the hare runs back and forth. The hare, believing he's racing the same hedgehog, runs himself to death from exhaustion, while the hedgehog and his wife claim their winnings and teach a valuable lesson about humility and wit.
Themes
Emotional Arc
insult to triumph
Writing Style
Narrative Elements
Cultural Context
This specific version is often associated with the region of Buxtehude, Germany, and is a well-known German folk tale. The emphasis on social class and humility reflects common themes in European folklore.
Plot Beats (12)
- A hedgehog enjoys a Sunday morning walk, singing cheerfully.
- He encounters a hare who rudely mocks his short legs.
- Offended, the hedgehog challenges the hare to a race for a gold coin and a bottle of schnapps.
- The hedgehog goes home and convinces his hesitant wife to help him trick the hare.
- He instructs his wife to hide at one end of a long field furrow while he waits at the other.
- The race begins, with the hare running at full speed down one furrow.
- When the hare reaches the bottom, the hedgehog's wife calls out, "I'm already here!"
- Confused, the hare demands another round and runs back to the top, where the hedgehog calls out, "I'm already here!"
- This pattern repeats 73 times, with the hare growing increasingly exhausted and frustrated.
- On the 74th round, the hare collapses mid-field, bleeding from his throat, and dies.
- The hedgehog and his wife collect their winnings and return home, victorious.
- The story concludes with the moral that no one should mock a common man, even a hedgehog.
Characters
The Hedgehog
A small, stout creature covered in sharp quills. His legs are naturally crooked and short, a point of sensitivity for him. He is compact and sturdy.
Attire: None, as he is an animal. However, he is described as being in a 'Sunday mood', implying a sense of contentment and perhaps a clean, well-kept appearance for an animal.
Wants: To prove his worth and intelligence against the arrogant Hare, to win the wager, and to defend his honor.
Flaw: His physical limitations (short, crooked legs) make him an unlikely contender in a race, and his pride can make him quick to challenge others.
He starts as a contented, unassuming character who is provoked by the Hare's arrogance. He then devises a clever plan, executes it, and ultimately triumphs, proving that wit can overcome brute strength. He becomes a local legend.
Clever, proud, resourceful, cunning, sensitive (especially about his legs), and determined. He doesn't tolerate insults lightly.
The Hare
A tall, slender hare with long, powerful hind legs built for speed. His fur is likely a light brown or grey, typical of a wild hare, with a white underside. He is agile and lean.
Attire: None, as he is an animal. However, his description as a 'very distinguished gentleman' implies a well-groomed, perhaps even haughty, appearance for an animal.
Wants: To assert his superiority, particularly his speed, and to mock those he perceives as beneath him.
Flaw: His extreme arrogance and overconfidence lead him to underestimate the Hedgehog and ultimately cause his downfall. He lacks foresight and strategic thinking.
He begins as an arrogant and mocking character, confident in his physical superiority. His arc is tragic; his overconfidence leads to his exhaustion and death, serving as a cautionary tale.
Arrogant, proud, boastful, dismissive, overconfident, and ultimately foolish. He underestimates others based on their appearance.
The Hedgehog's Wife
Identical in appearance to her husband, the Hedgehog. She is small and stout, covered in dark quills, with short, crooked legs.
Attire: None, as she is an animal. She is described as being dressed to go out, implying a neat appearance.
Wants: To support her husband, despite her initial doubts, and to help him win the wager.
Flaw: Her initial fear and doubt about her husband's plan, but she overcomes this through loyalty.
She starts as a worried wife, but through her participation in the trick, she becomes an essential and successful accomplice, contributing directly to her husband's victory.
Obedient, loyal, initially apprehensive, but ultimately supportive and clever in her execution of the plan.
Locations
Swinegel's Home
A humble, cozy dwelling, likely a small, traditional German cottage or burrow, with a front door leading directly outside. The interior is implied to be where the Swinegel's wife is busy with the children.
Mood: Warm, domestic, slightly bustling with morning routines
The Swinegel stands outside his door, singing, before deciding to check on his turnips and encountering the Hare.
Path to the Turnip Field
A path leading from the Swinegel's home towards the fields, passing by a prominent blackthorn (Schlehenbusch) bush.
Mood: Serene, natural, leading to discovery
The Swinegel encounters the Hare near the blackthorn bush, leading to the challenge.
The Buckwheat Field / Long Furrowed Acker
A long, cultivated field (Acker) with distinct furrows, where buckwheat is blooming. It is the setting for the race, stretching a significant distance.
Mood: Open, competitive, deceptively peaceful
The race between the Hare and the Swinegel (and his wife) takes place here, resulting in the Hare's demise.