DER SCHÖNE KAFFEESCHENK

by Friedrich Giese · from Türkische Märchen

folk tale moral tale hopeful Ages 8-14 2053 words 9 min read

Adapted Version

CEFR A1 Age 5 689 words 3 min Canon 99/100

Once, there was a boy named Emir. He had no money. But he had a very big heart.

One day, Emir walked a long way. He had no home. He saw a little tea shop. Old Osman worked in the shop. The shop was old. It was very quiet. Few people came to drink tea. Emir asked, "Can I help you?" Old Osman was kind. He said, "Yes, my boy. You can stay here." Emir felt warm inside. He wanted to help Old Osman.

That night, Emir slept in the shop. Three wise old people came in. They asked for warm tea. Emir made them hot tea. He gave them sweet cookies too. He was very giving. They drank the tea. They left without a word. The next night, three people came. They asked for tea. Emir made them hot tea. He gave them cookies. They drank and left. Emir was still kind. The third night, three people came. He asked for tea. Emir made him hot tea. He gave him cookies. The people drank and smiled at Emir.

The people smiled at Emir. They said, "You are very kind. We have three gifts." Light filled the shop. "First, your teapot will never be empty. Second, many happy people will come here. Third, you will always know a true heart. You will feel kindness like sunshine." They vanished. Emir felt happy.

Soon, the tea shop was full. People came from far away. They laughed and drank tea. Old Osman smiled. Emir smiled too. The shop was the happiest place.

Emir grew older. He wanted to see the world. He wanted a true friend. Old Osman hugged him. He gave Emir a small, soft scarf. "Go, my boy," he said. "Find your true heart." Emir left the shop. He walked to a new town.

A rich man saw Emir in town. He invited Emir to his big house. The rich man had a daughter. She smiled at Emir. She said sweet words. But Emir felt no sunshine in his heart. He felt a cold wind.

Emir used his magic gift. He knew she was not kind. She was mean to her little dog. She pushed her maid. Emir said, "You are not kind." He left.

Emir met a new rich girl. She had pretty clothes. She spoke softly. But Emir felt a shadow. She took shiny things. She blamed her little brother. Emir said, "You are not a true friend." He walked away.

Emir walked by green fields. He saw a shepherd. The shepherd had a daughter. Her name was Lale. She held a baby lamb. She sang a soft song. Lale was gentle. She was kind to all creatures.

Emir used his magic gift. His heart felt warm. It felt like bright sunshine. Lale was truly kind. All the way through. Emir smiled. He asked Lale, "Will you be my friend always?" Lale smiled back. She said, "Yes!"

The two rich fathers were angry. They went to the town elder. "Emir said our daughters are not kind!" they shouted. "He is wrong!"

Emir stood tall. He said, "I can show you the truth." The elder called all. "Come to the town square!" he said.

In the square, a little bird flew down. It landed near the first rich girl. The bird sang a song. "She kicked me when no one looked!" it sang. The rich father's face turned red.

The second rich girl covered her ears. "I cannot hear!" she cried. A little cat rubbed her legs. It meowed loudly. "She took my milk! She blamed the dog!" it meowed. All heard the truth.

The rich fathers looked down. They felt very sorry. "We were wrong," they said. "We will teach our girls to be kind." They promised to change.

Emir and Lale had a big party. Old Osman came. The shepherd came. All the creatures came too. All danced. They drank warm tea. They laughed and sang. Old Osman smiled. He said, "A kind heart is the best gift of all." Emir had no gold. But he had true friends. And they were happy for ever and ever.

Original Story 2053 words · 9 min read

3. DER SCHÖNE KAFFEESCHENK

Die Geschichtenüberlieferer und Märchenerzähler berichten folgendes. In alten Zeiten lebte ein erwachsener Jüngling in sehr ärmlichen Verhältnissen. Eines Tages verkleidete er sich und machte sich auf die Reise. Nach langem Reisen kam er in ein Land. Er kam an ein altes Kaffeehaus und fragte den Wirt: „Meister, würdest du mich als Lehrling annehmen?“ Der Wirt sagte: „Ach, mein Sohn, meine Kaffeeschenke ist alt. Am Tage kommen ein paar Kunden. Fünf bis zehn Para nehme ich ein, davon kaufe ich das Brot für den Abend und gebe es für meinen Unterhalt aus.“ Der Jüngling sagte: „Vater, ich verlange von dir nichts. Ich will nur meinen Kopf hier ein wenig einstecken und verweilen.“ Dagegen sagte der Kaffeewirt nicht: „Es ist unmöglich“, sondern: „Sehr schön, mein Sohn, was Gott schenkt, nimmt man hin.“ Darauf küßte der Jüngling dem Meister die Hand, trat ein und verblieb im Kaffeehaus. Als es Abend wurde, sagte sein Meister: „Mein Sohn, ich gehe jetzt nach Hause, schließe du das Kaffeehaus ordentlich zu und schlafe darin.“ Sein Meister ging nach Hause weg.

Wir wenden uns nun zu dem Jüngling. Dieser verschloß ordentlich das Kaffeehaus, legte sich auf die Bank und schlief ein. Ungefähr um vier oder fünf krachte die Türe des Kaffeehauses, öffnete sich, und ein Derwisch trat ein und grüßte. Der schlafende Jüngling wachte auf und erwiderte höflich den Gruß des Derwisches. Jetzt sagte der Derwisch: „Steh auf, junger Mann, koche mir einen Kaffee umsonst.“ Der Jüngling stand auch auf und kochte dem Derwisch einen Kaffee umsonst und reichte ihm den. Der Derwisch trank den Kaffee und ging, ohne ein Wort zu sagen, hinaus. Der Jüngling sagte: „Hoffentlich ist es eine gute Vorbedeutung“, schloß die Türe der Kaffeeschenke, setzte sich wieder auf die Bank und blieb die Nacht dort. Als es Morgen wurde, sagte er nichts dem Meister davon. Als es wieder Abend wurde, schlief er wieder wie das erstemal ein. Genau um vier oder fünf ungefähr krachte wieder die Türe und öffnete sich. Da kamen zwei Derwische herein, grüßten und sagten: „Koche uns zwei Kaffee umsonst.“ Der Jüngling stand auf, kochte ihnen zwei Kaffee umsonst und gab sie ihnen. Sie tranken den Kaffee und gingen weg. Er schloß wieder die Türe des Kaffeehauses und verblieb die Nacht auf der Bank. Als es Morgen wurde und der Meister kam, sagte er ihm nichts von den Geschehnissen. Als es Abend wurde, schloß er wieder das Kaffeehaus und stellte alles, was an Dingen vorhanden war, hinter die Tür, legte sich auf seine Bank und schlief ein. Genau gegen vier oder fünf erhob sich ein sehr starker Lärm, die Tür krachte und öffnete sich, und herein traten drei Derwische. Nachdem sie gegrüßt hatten, sagten sie: „Steh auf, junger Mann, und koche uns drei Kaffee umsonst.“ Der arme Jüngling stand auf, kochte den Kaffee und gab ihnen den. Sie tranken ihren Kaffee und standen auf. Der eine sagte: „In der Kaffeeschenke, in der sich dieser junge Mann befindet, soll nie in der Kaffeebüchse an Kaffee und Zucker Mangel sein; sie sollen immer bis an den Rand voll sein.“ Der zweite sagte: „In die Kaffeeschenke, in der sich dieser junge Mann befindet, sollen Kunden wie Ameisen kommen.“ Der dritte sagte: „Dieser junge Mann soll alle Löcher zum Sprechen bringen können.“ Schließlich gingen alle drei Derwische auf einmal davon.

Der Jüngling schloß wieder wie das erstemal die Türe des Kaffeehauses, legte sich auf die Bank und schlief ein. Als es Morgen wurde, stand er auf, öffnete das Kaffeehaus und sieht, daß vor dem Kaffeehaus die Kunden wie Ameisen gedrängt stehen. Er sagte: „Es ist tatsächlich geschehen, was die Derwische in der Nacht sagten“, und dankte Gott. Danach ging er an den Herd und als er nach dem Kaffee und Zucker sieht, um den Kunden Kaffee zu kochen, ist die Büchse bis zum Rande voll. Er sagte: „Die Derwische waren doch nicht so ohne.“ Dann verfiel er in Nachdenken. Doch kochte er andauernd Kaffee und setzte ihn den Gästen vor. Schließlich kommt sein Meister und sieht, — na, was siehst du?8 — der Platz vor dem Kaffeehaus und drinnen ist voller Menschen. Er sagt zu sich: „Das ist ja ein reines Wunder“, steckt den Finger in den Mund7 und bleibt stehen. Er denkt: „Jeden Tag kommt sonst nur der eine oder der andere Kunde. Dahinter muß etwas stecken.“ Er geht umher und findet keinen Platz zum Sitzen. Dann fragt er den Jüngling: „Hast du Kaffee und Zucker in dem Kasten?“ Der Jüngling antwortete: „Ja, Meister, ich habe welchen gekauft. Setze dich nur hin und vergnüge dich.“ Da setzte sich sein Meister irgendwohin.

Der junge Mann kochte andauernd Kaffee. Als es schließlich Abend wurde, ging sein Meister an die Schublade, öffnet sie und sieht, — na, was siehst du? — die Schublade ist bis zum Rande voller Geld. Als der Meister das sieht, wäre er beinahe ohnmächtig geworden. Dann sagte er: „Bravo, mein Junge, dein Fuß war glückbringend!“ und küßte den jungen Mann auf die Augen. Dann steckt er das Geld in den Beutel und trug es nach Hause.

Der junge Mann verblieb einige Monate im Kaffeehause und an jedem Tage kamen viele Kunden. Sie wurden nun so reich, daß sie keinen Platz finden konnten, wo sie das Geld hinlegen konnten. Schließlich sagte der junge Mann eines Tages zu seinem Meister: „Meister, ich möchte in meine Heimat reisen, gib mir die Erlaubnis.“ Der Meister wollte sich zwar nicht von ihm trennen, notgedrungen sagte er aber wohl oder übel: „Sehr schön, mein Sohn, Allah möge dir Heil geben, geh!“ Dann küßte der junge Mann seinem Meister die Hand, und der Meister gab ihm ein paar Kleider, wie es in der Welt nicht Ähnliches gibt, ganz mit Goldstickerei und mit Juwelen. Er zog sie an und machte sich auf den Weg.

Eines Tages kam er in ein anderes Land; dort mietete er sich ein Kaffeehaus und fing an zu arbeiten. Wieder kamen wie vorher so viel Kunden, daß sie sich nicht zählen ließen. Kurz, dieser schöne Kaffeeschenk wurde in dieser Stadt bekannt.

Als eines Tages einer von den Reichen der dortigen Gegend davon hörte, konnte er es nicht mehr aushalten, stand auf und ging sofort in das Kaffeehaus, wo der schöne Kaffeeschenk war. Er setzte sich dort hin und verblieb dort, konnte aber sein Auge nicht von dem jungen Manne wenden. Er war so schön, als wenn er aus Wachs geformt wäre. — Der Reiche riß vor Erstaunen seinen Mund auf.

Der junge Mann kochte einen ganz besonders leckeren Kaffee und setzte ihm den vor. Dieser Reiche streckte seine Hand aus und trank ihn. Als er den Genuß ganz ausgekostet hatte, sagte dieser Reiche zu dem schönen Kaffeeschenk: „Schöner Kaffeeschenk, ich habe eine Tochter. Nach Allahs Bestimmung werde ich sie dir geben. Wirst du sie nehmen?“ Der schöne Kaffeeschenk sagte: „Mein Herr, da Sie Ihre Tochter für mich passend ansehen, warum sollte ich sie nicht nehmen?“ Schließlich führte dieser Reiche den schönen Kaffeeschenk in sein Haus, rief die Gemeinde zusammen und verheiratete seine Tochter mit dem Kaffeeschenk. Es wurde Scherbet getrunken und an jeden verteilt. Den schönen Kaffeeschenk geleitete man in dieser Nacht ins Brautgemach. Der schöne Kaffeeschenk ging zu dem Mädchen und sagte: „Loch, wer hat dich durchstochen?“ Das Loch schrie: „Mich hat mein Vetter durchstochen.“

Am Morgen schied er sich von diesem Mädchen und ging in sein Kaffeehaus. Als sie das sahen, wunderten sie sich: „Was ist das für eine Sache, an einem Tage heiraten und am nächsten scheiden?“ Alle waren verwundert und bedenklich.

Wir wollen die Geschichte nicht in die Länge ziehen. Der schöne Kaffeeschenk nahm die Tochter eines anderen reichen Mannes. Als es Morgen wurde, entließ er sie wieder. Am folgenden Tage nahm er anderswoher ein Mädchen, auch die entließ er.

Als dieser schöne Kaffeeschenk eines Tages am Meeresgestade ging, begegnete er einem Hirten, bei ihm war seine Tochter. Er redete ihn an: „He, Hirte, ist dies deine Tochter?“ Der Hirte antwortete: „Ja, mein Herr.“ Als er sagte: „Ach, Hirte, mein lieber Hirte, dies Mädchen werde ich nach Gottes Anordnung und nach dem hehren Brauch des Propheten heiraten“, antwortete der Hirte: „Ach, mein Herr, ist denn ein Hirtenmädchen Ihrer würdig?“ Da sagte der schöne Kaffeeschenk: „Ich halte dies Mädchen meiner für würdig.“ Schließlich nahm er den Hirten und dies Mädchen mit in sein Haus. Dann rief er die Gemeinde zusammen und heiratete das Mädchen.

Als es Nacht wurde, ging er zum Mädchen und rief: „Loch, wer hat dich durchstochen?“ Das Loch fing an zu sagen: „Ich bin arm, keiner hat sich zu mir herabgelassen. Ich bin so, wie ich von der Mutter geboren bin. Bis jetzt hat noch niemand Hand daran gelegt.“

Als der schöne Kaffeeschenk dies hörte, freute er sich und sagte: „Da habe ich endlich die Frau gefunden, die ich suchte.“ Dann näherte er sich dem Mädchen und wohnte ihr bei.

Als es Morgen wurde, stand er auf, ging ins Bad, wusch sich, kaufte Sahne und ging wieder ins Haus, wo das Mädchen war, verweilte bei dem Mädchen und sie liebten sich.

Die mögen nun hierbleiben, wir kommen jetzt zu den Reichen. Die hatten einen nahen Nachbarn. Eines Tages versammelten sie sich und er sagte: „An dem und dem Orte ist ein schöner Kaffeeschenk. Der nahm meine Tochter und am Morgen verließ er sie. Gestern hat er ein Hirtenmädchen genommen. Das heißt, daß ihm meine Tochter nicht gefallen hat. Kommt, wollen alle einmütig daraus einen ehrenrührigen Prozeß machen und ihn bestrafen lassen.“

Dies Wort gefiel allen. Darauf schicken sie Nachricht an den schönen Kaffeeschenk. Schließlich sagte er: „Wenn Allah will, ist es so gut“, verließ sein Haus und kam zu ihnen, setzte sich und verweilte. Sie sagten zu ihm: „He, schöner Kaffeeschenk, nach Allahs Anordnung hast du unsere Töchter geheiratet und am Morgen wieder verlassen. Was ist der Grund? Schließlich hast du ein Hirtenmädchen genommen und bei der bleibst du. Schämst du dich nicht? Gehört sich so etwas für dich? Was hatten unsere Töchter für einen Fehler? Jetzt wollen wir dir einen ehrenrührigen Prozeß machen. Laß dir das gesagt sein!“

Da antwortete der schöne Kaffeeschenk: „Meine Herren, jetzt ruft eure Töchter, wir wollen die Sache erklären, damit, wenn die Schuld an mir liegt, der schöne Kaffeeschenk verderben möge.“ Sie sagten: „Sehr schön, mein Sohn, wollen sie rufen, sie mögen kommen.“ Dann sandten sie Nachricht in ihre Häuser und die genannten Mädchen bestiegen ihre Droschken und kamen in die Versammlung.

Eins von den Zimmern wurde abgesondert und der schöne Kaffeeschenk trat mit einem Mädchen ein. Er ging zu dem Mädchen und rief: „Loch, wer hat dich durchstochen?“ Das Loch sagte: „Mein Vetter hat mich durchstochen.“ Sie horchten hinter der Tür. Der schöne Kaffeeschenk sagte zu ihnen: „Nun, habt ihr es gehört, meine Herren?“ Sie standen da und bissen sich auf den Finger.

Darauf ging das Mädchen aus dem Zimmer und sagte zu ihren Genossinnen: „Ach, Schwestern, steckt in eure Löcher einen Lappen.“ Das taten sie und eine andere ging in das Zimmer. Der schöne Kaffeeschenk ging zu dem Mädchen und rief: „Loch, wer hat dich durchstochen?“ Von dem Loch kam keine Antwort. Er sagte zu dem anderen Loch: „Warum kommt keine Stimme heraus?“

„Ach, mein Herr, wie soll es sprechen, sie hat es verstopft.“

Darauf ging das Mädchen hinaus und sagte zu ihrer Gefährtin: „Fräulein, verstopfe deine beiden Löcher, denn deine Sache steht schlecht.“

Die glaubte ihr und verstopfte beide Löcher. Dann kam sie herein und setzte sich. Der schöne Kaffeeschenk ging zu ihr und sagte: „Loch, wer hat dich durchstochen?“ Vom Loch kam keine Antwort. Er sagte zum andern Loch: „Warum kommt keine Stimme heraus?“ Auch dort keine Antwort. Dann ging er an das Ohr des Mädchens und rief: „Loch, warum antworten nicht die unteren Löcher?“ Das Loch antwortete: „Ach, mein Herr, wie sollten sie antworten, sie sind beide verstopft.“ Da sagte der schöne Kaffeeschenk: „Nun, meine Herren, habt ihr eure Töchter gehört, wie sie es eingestanden haben? Ihr hättet sie auch nicht genommen, wie sollte ich sie nehmen?“ Die waren still und sagten keinen Ton.

Dann sagte er wieder: „Nun, meine Herren, ich will auch eure Löcher zum Sprechen bringen, damit kein Zweifel sei.“ Sie sagten: „Ach, mein Sohn, bringe nicht unsere Löcher zum Sprechen, da, nimm diese Goldstücke, geh und lebe ruhig, wo du bist.“

Da stand der schöne Kaffeeschenk auf, ging in sein Haus. Vierzig Tage und vierzig Nächte dauerte das Hochzeitsfest. Sie erlangten, was sie wollten.


Story DNA

Moral

True virtue and purity are more valuable than wealth or social status, and truth will always be revealed.

Plot Summary

A poor young man finds work in a coffeehouse and, after serving mysterious dervishes, receives blessings of endless prosperity and the ability to make 'holes speak'. He becomes wealthy and seeks a wife, but divorces two rich daughters after their 'holes' reveal their impurity. He finally marries a poor shepherd's daughter whose 'hole' confirms her purity. When the shamed rich fathers accuse him publicly, he uses his power to expose their daughters' deception, proving his virtue and securing his happy marriage.

Themes

truth and deceptionsocial class and virtuedivine blessingjustice

Emotional Arc

suffering to triumph

Writing Style

Voice: third person omniscient
Pacing: moderate
Descriptive: sparse
Techniques: repetition, rule of three

Narrative Elements

Conflict: person vs society
Ending: moral justice
Magic: dervishes' blessings (endless supplies, endless customers, ability to make 'holes speak')
the 'hole' (symbol of female purity/virginity)coffeehouse (symbol of prosperity and social hub)

Cultural Context

Origin: Turkish (as collected by Friedrich Giese)
Era: timeless fairy tale

Friedrich Giese was a German orientalist who collected Turkish folk tales, so this story reflects Turkish cultural norms and beliefs, particularly regarding honor, marriage, and the role of dervishes as figures of spiritual power.

Plot Beats (17)

  1. A poor young man, disguised, finds work as an apprentice in an old, struggling coffeehouse.
  2. For three consecutive nights, dervishes visit the coffeehouse, demanding free coffee from the young man.
  3. On the third night, three dervishes bless the coffeehouse with endless supplies, endless customers, and the young man with the ability to make 'holes speak'.
  4. The coffeehouse becomes incredibly successful, attracting countless customers and making the owner and young man very rich.
  5. The young man decides to travel and marry, leaving the coffeehouse with his master's blessing and rich gifts.
  6. In a new land, he opens another coffeehouse, which also becomes famous and prosperous.
  7. A rich man, impressed by the young man's beauty and success, offers his daughter in marriage.
  8. On their wedding night, the young man uses his special ability, and the 'hole' of the rich man's daughter confesses she was defiled by her cousin; he divorces her the next morning.
  9. He marries and divorces a second rich man's daughter under similar circumstances.
  10. He encounters a poor shepherd and his daughter, and decides to marry her.
  11. On their wedding night, the shepherd's daughter's 'hole' confesses her purity, making the young man rejoice.
  12. The rich fathers, angered by the public rejections of their daughters, convene an assembly to accuse and punish the young man.
  13. The young man agrees to explain, calling the daughters to testify.
  14. He demonstrates his power by making the first daughter's 'hole' confess her defilement, shaming her father.
  15. The other daughters, advised by the first, try to block their 'holes' to prevent confession, but their ears reveal their deception.
  16. The rich fathers are silenced and offer the young man gold to drop the matter, acknowledging his truth.
  17. The young man returns home and celebrates a grand wedding with the shepherd's daughter, living happily ever after.

Characters

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Der Schöne Kaffeeschenk

human young adult male

Of average height and a lean, agile build, reflecting his humble beginnings and active life as a coffee server. His movements are graceful and purposeful, suggesting a calm demeanor. His overall appearance is striking enough to earn him the moniker 'The Beautiful Coffee Server'.

Attire: Initially, simple, worn, but clean garments befitting a poor young man. Later, after gaining wealth, he wears 'clothes such as are not to be found in the world, entirely embroidered with gold and jewels,' suggesting a richly embroidered kaftan or a similar flowing garment made of fine silk or brocade, possibly in deep blues or reds, adorned with intricate gold threadwork and small, sparkling jewels. He would wear soft leather slippers.

Wants: To find a pure and honest wife, and to make his fortune through honest work and his unique abilities.

Flaw: His initial poverty and lack of social standing, which makes his search for a suitable wife challenging among the wealthy.

Transforms from a poor, unknown youth into a wealthy and respected man, using his unique gift to find a virtuous wife and expose hypocrisy, ultimately achieving happiness and prosperity.

His magnificent, jewel-embroidered and gold-stitched robes, contrasting with his humble origins, and the calm, knowing expression on his face.

Resourceful, patient, observant, intelligent, and morally upright. He is not easily swayed by wealth or status, prioritizing honesty and purity.

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Der Alte Kaffeewirt

human elderly male

A small, perhaps slightly stooped man, showing the signs of a long life of modest labor. His hands would be gnarled from years of work. He is likely thin due to his poverty.

Attire: Simple, worn, but clean traditional Turkish or Ottoman-era clothing for a common man: a plain, loose-fitting tunic (entari) over trousers (şalvar), possibly a simple vest (yelek), all in muted, earthy tones like brown, grey, or faded blue, made of coarse linen or wool. He might wear a simple felt cap (fes) or a wrapped headscarf.

Wants: To simply survive and maintain his small coffee house, providing for his basic needs.

Flaw: His poverty and lack of ambition, which keeps him from improving his circumstances.

Remains largely unchanged in personality but experiences a dramatic shift in fortune, becoming wealthy through the protagonist's presence.

His kind, wrinkled face and his simple, worn traditional clothing, contrasting with the sudden wealth around him.

Kind-hearted, humble, resigned to his fate, and surprisingly open-minded. He is grateful for unexpected blessings.

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Derwisch (singular)

human adult | ageless male

Tall and gaunt, with an ethereal presence. Their movements are silent and deliberate, almost otherworldly.

Attire: Simple, flowing robes, likely made of coarse wool or felt, in natural, undyed colors like cream, grey, or brown, indicating their ascetic lifestyle. They might carry a staff.

Wants: To test the young man's character and bestow blessings upon him, fulfilling a higher purpose.

Flaw: None explicitly stated; they appear to be figures of pure spiritual power.

They appear, bestow blessings, and disappear, their role is to initiate the protagonist's transformation.

Their tall, conical cap and flowing, simple robes, giving them an ancient, mystical appearance.

Mysterious, powerful, benevolent, and prophetic. They act as agents of fate or divine will.

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The Rich Man (first one)

human adult | elderly male

Likely portly and well-fed, indicating his wealth and comfortable life. He would carry himself with an air of importance.

Attire: Luxurious and elaborate, befitting a wealthy merchant or dignitary in an Ottoman-era city. This would include a finely tailored silk kaftan in rich colors like emerald green or deep burgundy, possibly embroidered with gold thread, worn over a white linen shirt and wide trousers. He would wear soft leather slippers and perhaps a jeweled turban.

Wants: To maintain his family's honor and social standing, and to find a suitable match for his daughter, even if it means marrying her to a successful coffee server.

Flaw: His pride and his initial misjudgment of the Kaffeeschenk's true intentions and abilities.

Initially confident in his daughter's virtue, he is humbled by the Kaffeeschenk's revelation and forced to accept the truth.

His opulent, jewel-toned silk kaftan and jeweled turban, signifying his immense wealth.

Proud, accustomed to getting his way, somewhat impulsive (offering his daughter so readily), but ultimately accepting of the Kaffeeschenk's judgment.

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The Shepherd

human adult male

A sturdy, weather-beaten man, lean from a life of outdoor labor. His skin is tanned and rugged.

Attire: Simple, practical, and durable clothing suitable for a shepherd: a coarse wool tunic or shirt, sturdy trousers, and perhaps a sheepskin vest. Colors would be natural and earthy, like brown, grey, or undyed wool. He would wear rough leather sandals or boots.

Wants: To care for his daughter and live a simple, honest life.

Flaw: His low social status, which makes him doubt his daughter's worthiness for a wealthy man.

Experiences a sudden elevation in social status and prosperity through his daughter's marriage.

His weather-beaten face and simple, practical shepherd's attire, contrasting with the Kaffeeschenk's opulence.

Humble, honest, respectful, and loving towards his daughter. He is initially surprised and hesitant about the Kaffeeschenk's proposal but trusts his judgment.

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The Shepherd's Daughter

human young adult female

Likely slender and graceful, with a natural beauty that is unadorned by wealth. Her movements are modest and unassuming.

Attire: Very simple and modest peasant clothing: a long, plain linen dress or tunic in a muted color like cream, light blue, or grey, possibly with a simple headscarf. The fabric would be coarse but clean.

Wants: To live an honest life and honor her father.

Flaw: Her low social status, which makes her seem an unlikely match for a wealthy man.

Elevated from a humble shepherdess to the respected wife of a wealthy man, finding true happiness and security.

Her simple, unadorned beauty and modest peasant dress, symbolizing her purity.

Pure, innocent, honest, and virtuous. She embodies the ideal of an untouched and truthful woman.

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The Rich Daughters (collectively)

human young adult female

Likely well-groomed and adorned, reflecting their families' wealth. They would have a delicate appearance, unaccustomed to hardship.

Attire: Expensive and fashionable dresses of the period, made of fine silks and brocades in vibrant colors, possibly with intricate embroidery. They would wear jewelry like necklaces, bracelets, and earrings.

Wants: To secure a good marriage and maintain their social standing, even if it means concealing their past.

Flaw: Their dishonesty and lack of virtue, which is exposed by the Kaffeeschenk's magical ability.

Exposed for their dishonesty and publicly shamed, losing their chance at marriage with the Kaffeeschenk.

Their elaborate, jewel-adorned dresses and their conspiratorial expressions when trying to hide their secrets.

Deceptive, dishonest, and easily influenced by each other. They lack the purity and truthfulness the Kaffeeschenk seeks.

Locations

Old Coffeehouse (First Country)

indoor Implied temperate, as no extreme weather is mentioned.

An aged, humble coffeehouse, likely a single room with a counter for serving and benches for customers. The interior is simple, with a hearth for brewing coffee and a cash drawer. It is initially very quiet and receives few customers.

Mood: Initially desolate and poor, transforming into bustling and prosperous due to the Jüngling's presence. Later, it becomes a place of magical occurrences at night.

The Jüngling finds employment here, receives the magical blessings from the Dervishes, and transforms the failing business into a thriving one. It's where his supernatural ability to make 'holes speak' is first manifested through the Dervishes' blessing.

Wooden benches Coffee hearth/stove Coffee and sugar canisters Cash drawer Cracking wooden door Empty space (initially) Crowds of customers (later)

New Coffeehouse (Second Country)

indoor Implied temperate.

A rented coffeehouse in a new land, which quickly becomes as popular and crowded as the first one, attracting customers like ants.

Mood: Bustling, prosperous, and a center of local gossip and attention due to the beautiful Kaffeeschenk's fame.

The Kaffeeschenk establishes his reputation and wealth here, drawing the attention of the local rich men and leading to his series of unusual marriages.

Coffee brewing equipment Customer seating Crowds of people

Rich Man's House / Assembly Hall

indoor day Implied temperate.

The house of a wealthy man, later used as a formal assembly hall for the community to gather and judge the Kaffeeschenk. It contains a separate, private room for the 'interrogations'.

Mood: Initially formal and celebratory for the wedding, later tense, judgmental, and ultimately astonished during the Kaffeeschenk's demonstration.

The Kaffeeschenk marries the rich men's daughters here, and later, the public trial where he uses his magical ability to make the 'holes speak' to expose the truth about his former wives.

Communal gathering space Separate private room Doors for eavesdropping Droschken (carriages) outside

Seashore

outdoor day Sunny, pleasant.

A coastal area where the Kaffeeschenk encounters a shepherd and his daughter.

Mood: Serene, natural, and a place of significant encounter.

The Kaffeeschenk meets the shepherd's daughter, who he eventually marries, finding her to be the pure woman he sought.

Sea Shore/beach Shepherd Sheep (implied)