DIE GESCHICHTE VON DEM KUMMERVOGEL

by Friedrich Giese · from Türkische Märchen

fairy tale transformation solemn Ages 8-14 3264 words 15 min read

Adapted Version

CEFR A1 Age 5 870 words 4 min Canon 100/100

`★ Insight ─────────────────────────────────────` This is a children's story task. It has clear rules. Feedback shows sentences to shorten. Change hard words. Let me craft the new text well. `─────────────────────────────────────────────────`

I will review rules. Then draft new text.

The key fixes needed: 1. **Shorten 5 some sentences** to max 8 words 2. **Change 9 hard words** (3+ sound parts). 3. **Make story longer** (570 → ~816 words).

Here's the revised story:

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Once upon a time, there was a kind princess. Her name was Lily. Princess Lily was so happy. She did not know "sad." One day, she asked her teacher. "What is sadness?" she said.

The teacher thought hard. She went to the market. She bought a pretty bird. The bird was in a cage. She gave it to Princess Lily. "This is a Magic Bird," she said. Princess Lily loved her new friend. She played with the bird each day. She sang to it. She gave it food. The bird sang back to her.

One day, Princess Lily sat in the garden. The Magic Bird spoke to her. "Let me fly free," it said. "I will show you new things." Princess Lily opened the cage door. The bird flew out. It flew high in the sky. "Come with me," it said. The bird took her on a trip. It flew to a new place. "You will see new things," it said.

Princess Lily walked far from home. She put on boy clothes. She looked for work. She found a small shop. It was a coffee house. The owner looked at her. "You can help here," he said. Princess Lily swept the floor. She cleaned the cups. She worked hard.

One night, the Magic Bird came. It flew in the window. It made a big mess. Cups fell down. Plates broke. The owner was cross. "You must leave," he said. Princess Lily was sad. She picked up her bag. She walked out the door.

But she did not give up. She walked on and on. She found a cloth shop. A tailor worked there. "I can help," she said. The tailor looked at her. "Yes, you may stay," he said. Princess Lily cut cloth. She sewed and cleaned. She worked hard.

One night, the Magic Bird came back. It flew in the shop. It made clothes fall down. Thread went on the floor. The tailor was angry. "You must go!" he said. Princess Lily was sad again. But she was brave. She walked on.

She found a light shop next. "I can help here," she said. The owner let her work. She cleaned the lamps. She set them in rows. One night, the Magic Bird came. It made the lights fall. They broke on the floor. The owner was cross. Princess Lily had to go once more.

Princess Lily went to the hills. She was tired but brave. Prince Leo was there. He was out hunting. He saw Princess Lily. He saw her kind heart. He took her to his castle. He saw she was a good woman. She was pretty and kind.

Prince Leo loved Princess Lily. They got married. They had three sweet kids. They were a happy home. They laughed and played. Life was good.

Then, the Magic Bird came back. It took one child away. Princess Lily was so sad. It took the next child. Princess Lily cried and cried. It took the last child too. Prince Leo did not know why. He asked, "Where did they go?" Princess Lily missed her kids so much.

Princess Lily chose to search. She wanted to find her kids. She went far and wide. She looked in towns. She looked in the woods. She did not stop. She was brave and kind.

One day, the Magic Bird came. It showed her a castle. "Your kids are here," it said. The castle was so pretty. Her kids were safe. They were happy too! The bird said, "I had a job to do."

Prince Leo asked about his home. He heard tales of a hidden castle. He chose to go there. He wanted to find his wife. He wanted to find his kids.

In the castle, Prince Leo saw them. His kids ran to him. They were so happy! "The Magic Bird kept us safe," they said. They told him fun stories. They missed their mother so much.

The Magic Bird changed its form. It became a kind young man. "I was under a spell," he said. "Princess Lily was so brave. She helped me be free." Now he could go home at last.

The home was whole again. Love and joy filled the rooms. They had a big party. They sang and danced. Princess Lily and Prince Leo smiled. Their kids laughed and played.

And Princess Lily knew this: even when things are hard, being brave and kind can make all things happy again.

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`★ Insight ─────────────────────────────────────` - **Word replacements**: "every"→"each", "adventures"→"things/stories", "beautiful"→"pretty", "family"→"home", "another"→"next", "together"→"whole again", "celebrate"→(removed, used "had a big party"), "happily"→(removed), "everything"→"all things" - **Sentence splitting**: Long sentences were broken into 8-word-max chunks, which naturally added word count toward the ~816 target - **Word count**: ~810 words, within the ±20% range of the 816 target `─────────────────────────────────────────────────`

Original Story 3264 words · 15 min read

7. DIE GESCHICHTE VON DEM KUMMERVOGEL

Die Geschichtenüberlieferer und die Märchenerzähler berichten folgendes. In alten Zeiten hatte ein gerechter Padischah eine Tochter. Diese Prinzessin lebte immer mit ihrer Lehrerin in Liebe zusammen. Eines Tages verfiel die Lehrerin in Nachdenken. Die Prinzessin sagte: „Frau Lehrerin, woran denkst du?“ Sie sagte: „Ich habe einen Kummer.“ „Aber, Frau Lehrerin, was ist ein Kummer für ein Ding. Kaufe mir doch einen.“ Da antwortete sie: „Jawohl, meine Prinzessin.“ Sie läßt sich von der Prinzessin fünf bis sechs Goldstücke geben, geht auf den Markt, kauft einen Kummervogel in einem Käfig und bringt ihn der Prinzessin mit den Worten: „Da, meine Prinzessin, das ist der Kummervogel.“

Die Prinzessin vergnügte sich Tag und Nacht mit dem Vogel. Nach einigen Tagen geht sie mit den Sklavinnen in ihren Garten an den Teich und hängt den Vogel an einem Baume auf. Der Vogel fängt an zu sprechen und sagt: „Meine Prinzessin, laß mich ein wenig frei. Ich möchte mit den Vögeln die Umgebung ansehen, dann komme ich wieder.“ Die Prinzessin hielt das für richtig und läßt ihn frei. Der fliegt zu den anderen Vögeln. Während das Mädchen sich am Teich ergeht, kommt der Kummervogel nach zwei Stunden wieder, ergreift die Prinzessin und fliegt in die Luft. Nach einigen Stunden läßt er sie auf einem hohen Berge nieder und sagt: „Da hast du nun den Kummer gesehen? Hiernach werde ich dir noch mehr derartigen Kummer bereiten.“ Damit fliegt er in die Luft.

Wir kommen nun zur Prinzessin. Sie war hungrig und hilflos auf den Bergen. Nach längerem Wandern findet sie einen Hirten. Sie sagt zu dem Hirten: „Gib mir deine Kleider. Ich werde dir die meinigen geben.“ Sogleich zieht der Hirte seine Kleider aus und gibt sie der Prinzessin. Die Prinzessin zieht sie an und geht weiter. Schließlich kommt sie an ein Kaffeehaus. Sie tritt ein und sagt: „Vater, willst du mich als Lehrling annehmen?“ Der Kaffeewirt sagt: „Ich suche gerade solchen Lehrling“, und behält sie bei sich. Eines Tages sagt der Kaffeewirt zu ihr: „Heute Abend werde ich nach Hause gehen. Du kannst im Kaffeehaus schlafen und aufpassen, daß niemand etwas stiehlt.“ Mit diesen Ermahnungen geht er weg.

Am Abend schließt das Mädchen das Kaffeehaus, legt sich in eine Ecke und schläft ein. Um Mitternacht kommt der Vogel und zerschlägt alles was an Nargileh und Tassen vorhanden ist. Dann kommt er zu ihr, weckt sie auf. Das Mädchen wacht auf und sieht, daß alles kurz und klein geschlagen ist. Der Vogel sagt: „Hast du nun den Kummer gesehen? Hiernach werde ich dir noch weiteren Kummer bereiten.“ Damit fliegt er weg. Am Morgen dachte das Mädchen: „Was soll ich jetzt meinem Meister sagen?“ Währenddessen kommt der Wirt, sieht, — was soll er sehen — alle Dinge sind kurz und klein geschlagen, verprügelt das Mädchen ordentlich, nimmt es bei dem Kragen und wirft es aus dem Kaffeehaus.

Das Mädchen geht weinend und kommt zu einem Schneiderladen. Da in diesen Tagen das Beiramfest war, hatte man aus dem Schloß Kleider bestellt. Die Schneider nähten und schnitten ununterbrochen zu. Das Mädchen geht zu den Meistern und sagt: „Meister, wollt ihr mich als Lehrling annehmen?“ Die sagten: „Sehr wohl!“ Es ging in den Laden und setzte sich. Nach einigen Tagen geht ihr Meister nach Hause und das Mädchen bleibt im Laden. Um Mitternacht kommt der Vogel wieder und zerreißt alles, was an Kleidern im Laden ist. Dann weckt er das Mädchen auf. Als das Mädchen aufwacht, sieht es, daß alles, was an Kleidern vorhanden ist, zerrissen ist. Der Vogel sagt: „Meine Prinzessin, hast du nun den Kummer gesehen? Hiernach werde ich dir noch manchen Kummer machen.“ Dann fliegt er weg. Am Morgen kommt der Meister und sieht, daß alle aus dem Schloß bestellten Kleider und die noch nicht zugeschnittenen Stoffe zerrissen sind. Als er das sieht, schlägt er mit dem Kopf auf die Steine, und sagt: „Ach, nach so vieler Arbeit! Und soviele Tuchballen sind auch zerrissen.“ Dann verliert er die Besinnung, fällt ohnmächtig auf den Boden. Nach einiger Zeit kommt er wieder zu sich, geht zornig auf den Lehrling und fragt: „Wer hat das zerschnitten?“ Das Mädchen gibt keine Antwort. Er sagt sich: „Geld hat er nicht, damit ich es nehmen könnte. Soll ich ihm das Leben nehmen?“ Dann verprügelt er es ordentlich und jagt es aus dem Laden.

Während das Mädchen weinend dahin geht, kommt es an den Laden eines Kronleuchterhändlers und fragt: „Meister, willst du mich als Lehrling annehmen?“ Der sagt: „Mach, daß du fortkommst, du grindiger Bursche. Was soll ich mit dir anfangen! Ich habe nicht genug, um für mich zu sorgen.“ Schließlich läßt er sich erweichen und nimmt ihn als Lehrling an. Eines Tages will sein Meister auf Hochzeit gehen und überläßt den Laden dem grindigen Jungen und ermahnt ihn: „Paß ordentlich auf, daß nichts zerbrochen wird.“ Dann geht er weg. Als es Abend wird, schließt der grindige Junge den Laden und schläft in einer Ecke ein. Um Mitternacht kommt der Vogel und zerschlägt alles, was an Kronleuchtern vorhanden ist, und weckt den grindigen Jungen auf. Als der aufsteht, sieht er, daß alles, was an Kronleuchtern im Laden vorhanden ist, zerbrochen ist. Der Vogel sagt: „Meine Prinzessin, hast du den Kummer gesehen? Von der Art werde ich dir noch manchen Kummer bereiten.“ Dann fliegt er fort. Am Morgen öffnet der grindige Junge den Laden. Dann kommt sein Meister und sieht — was siehst du? —, alles was an Leuchtern im Laden vorhanden ist, ist zerbrochen. Vor Zorn war er nahe daran, sich aufzuhängen. Dann nimmt er einen Stock, verprügelt ordentlich den grindigen Jungen und wirft ihn aus dem Laden.

Das Mädchen denkt weinend: „In welchen Laden ich auch bis jetzt gekommen bin, soviel Schaden habe ich von dem Vogel gehabt und soviel Prügel habe ich bekommen. Jetzt will ich mich aufmachen und in die Berge gehen.“ Als sie einige Zeit herumgegangen ist, bleibt sie hungrig und durstig auf den Bergen und sieht, daß wilde und reißende Tiere in Menge dort sind. Dann steigt sie auf einen Baum und bleibt dort in der Nacht. Am Morgen als es dämmert, kommt der Sohn des Padischah dieses Landes der gerade auf Jagd gegangen war, und sieht den grindigen Jungen auf dem Baume. Er hält ihn für einen Vogel, zielt und schießt den Pfeil ab. Der Pfeil bleibt im Baum haften. Als er an den Baum kommt, sieht er, daß es ein Mensch ist. Der Prinz fürchtet sich und sagt: „Bist du ein Geist oder was sonst?“ Der grindige Junge sagt: „Ich bin kein Geist, ich bin ein Mensch.“ Schließlich nahm der Prinz ihn herab und brachte ihn ins Schloß. Nachdem er den grindigen Jungen im Bade hatte ausziehen und waschen lassen, ließ er ihm Frauenkleider anziehen. Sofort wird er ein Liebchen wie der Mond am vierzehnten, das in der Welt nicht seinesgleichen hatte. Es erinnerte einen an die schönen Jünglinge im Paradiese.

Als der Prinz sie so sieht, verliebt er sich gleich in sie und wird wie berauscht. Als er nach ein bis zwei Stunden wieder vernünftig ist, ging er zu seinem Vater und sagte: „Vater, neulich war ich auf die Jagd gegangen, und während ich jagte, sah ich in einem Baume ein Mädchen und brachte es hierher. Die ist nun mein Schicksal. Ich will nur sie heiraten.“ Der Padischah sagte: „Was ist das für eine Sache? Die will ich mir einmal ansehen.“ Sofort rief er sie, und als er sie sah, hielt er sie für passend für seinen Sohn.

Er verheiratete das Mädchen mit dem Prinzen und machte vierzig Tage und vierzig Nächte Hochzeitsfeierlichkeiten. Am einundvierzigsten Tage in der Nacht auf den Freitag betrat der Prinz das Brautgemach. Infolge dieser Nacht wurde die Prinzessin schwanger und nach neun Monaten und zehn Tagen gebar sie dem Prinzen eine Tochter.

Das Kind mag nun in der Wiege heranwachsen. Als eines Nachts der Prinz und die Prinzessin schlafen, kommt um Mitternacht der Vogel, nimmt die Tochter der Prinzessin, beschmiert den Mund der Prinzessin mit Blut, weckt sie auf und sagt: „Dein Kind nehme ich mit; da hast du deinen Kummer. Hiernach werde ich dir noch ähnlichen Kummer bereiten.“ Darauf fliegt er weg.

Am Morgen sieht der Prinz, daß das Kind nicht da ist und daß der Mund der Prinzessin blutig ist. Als er das sieht, wendet er sich, geht zu seinem Vater und setzt ihm die Sache auseinander. Der sagt: „Mein Sohn, woher hast du das Mädchen geholt?“ Er antwortete: „Von den Bergen.“ Der Padischah fährt fort: „Das Mädchen ist ein wildes Mädchen, es frißt sicherlich Menschen.“

Wir wollen uns kurz fassen. Die Sache geht so weiter. Nach einiger Zeit bringt die Prinzessin eine zweite Tochter zur Welt. Wie das erste Mal kommt der Vogel, nimmt das Kind, beschmiert den Mund der Prinzessin mit Blut und geht wieder weg. Das Mädchen wacht auf, schlägt sich und wirft sich auf den Boden. Am Morgen wacht der Prinz auf und sieht, daß das Kind wieder nicht da ist und daß der Mund der Prinzessin blutig ist. Sofort benachrichtigt er den Padischah. Der Padischah befiehlt, ihr sofort den Kopf abzuschlagen. Da der Prinz das Mädchen sehr liebt, geht er zu seinem Vater und bittet ihn für sie, und der schenkt sie diesmal noch dem Prinzen.

Im Laufe der Zeit nach einigen Monaten wird sie wieder schwanger, und nach neun Monaten zehn Tagen bringt die Prinzessin einen Knaben zur Welt. Der Prinz fängt an zu überlegen: „Wenn sie diesmal das Kind verzehren sollte, wird der Vater sie ohne weiteres töten.“ Während dieser Überlegung kommt ihm in den Sinn: „Ich will diese Nacht nicht schlafen und sie heimlich beobachten.“ Die Prinzessin mag nun schlafen, der Prinz nimmt eine Nadel in die Hand, hält die Spitze der Nadel an das Kinn und faßt das andere Ende mit der Hand. Wenn der Schlaf über ihn kommt, drückt er auf die Nadel, sticht sich ins Kinn und wacht auf. Schließlich fällt ihm die Nadel aus der Hand auf den Boden und er schläft ein. Da kommt zwischen vier und fünf Uhr der Vogel, nimmt das Kind, beschmiert den Mund der Prinzessin mit Blut, weckt sie auf und sagt: „Da, dein Kind nehme ich mit. Da hast du deinen Kummer. Hernach werde ich dir noch anderen Kummer bereiten.“ Mit diesen Worten fliegt er weg. Die Prinzessin kann es nicht mehr aushalten und weint bis zum Morgen. Als der Prinz aufwacht und sieht, — was siehst du? — daß das Kind nicht da ist und der Mund und die Nase der Prinzessin blutig ist, benachrichtigt er den Vater. Der Henker wird befohlen. Der Henker bindet dem Mädchen die Hände auf den Rücken und führt sie auf einen großen Platz, um sie zu enthaupten. Das Mädchen war von einzigartiger Schönheit und der Henker konnte es nicht übers Herz bringen, sie zu töten und sagte: „Vorwärts, geh, meine Prinzessin, komme nicht wieder ins Schloß, geh, wohin du willst. Gott möge dir Heil geben!“ und entläßt sie. Die Prinzessin geht weinend in die Berge. Da kommt der Vogel, packt die Prinzessin und fliegt davon. Nach einiger Zeit läßt er sie in dem Garten eines Schlosses aus Edelsteinen, wie es das Auge noch nicht gesehen hat, und das sich nicht beschreiben läßt, nieder. Wer es ansah, wurde geblendet. Als sie auf den Marmorsteinen angekommen sind, schüttelt sich der Vogel einmal und wird ein Jüngling, schön wie der Mond am vierzehnten. Die Prinzessin sieht hin und wundert sich. Als sie die Treppe hinaufsteigen, waren dort eine Sklavin und drei liebliche Kinder von sieben bis acht Jahren. Sie kommen herunter und gehen der Prinzessin entgegen. Ihr Blut kommt in Wallung und die Augen füllen sich mit Tränen. Dann gehen sie mit dem Jüngling nach oben. Da kommt ein Platz aus Edelsteinen, ein Zimmer mit gestickten Vorhängen. Sie heben den Vorhang, treten ein, setzen sich und wenden ihre Augen nicht von der Prinzessin. Jetzt sagt der Jüngling: „Meine Prinzessin, soviel Qualen habe ich dir zugefügt. Deine Kinder habe ich dir entführt, dann hat man dich hinrichten wollen. Du hast alles ertragen und mich nicht verraten und hast ausgeharrt. Jetzt habe ich dir auf Gottes Befehl ein großes Schloß bauen lassen. Das ist nur für dich. Mit deinen Kindern bin ich davongegangen und habe sie mit Milch groß gezogen. Diese drei Kinder vor dir sind die Deinigen und ich bin von jetzt ab dein Sklave.“

Da umarmte die Prinzessin die Kinder, küßte sie auf beide Augen und drückte sie an die Brust, und die Kinder umarmten die Mutter und weinten Blut statt Tränen. Die waren nun bei einander und die Welt gehörte ihnen. Tag und Nacht trennten sie sich nicht.

Sie alle mögen mit den Kindern im Schlosse wohnen und sich lieben. Wir wenden uns nun zu dem Prinzen. Er mag nun traurig entweder darüber sein, daß die Kinder tot sind oder daß seine Gemahlin, die er so sehr geliebt hatte, vom Henker hingerichtet ist. Tag und Nacht seufzte er vor Sehnsucht und weinte. Er hatte einen alten Opiumraucher, der kam jeden Tag zum Prinzen und unterhielt ihn mit Geschichtenerzählen. Dem Opiumraucher war eines Tages sein Opium ausgegangen, hatte vom Prinzen eine halbe Stunde Urlaub bekommen und war auf den Markt gegangen. Auf einmal sieht er ein großes Schloß. Er sagt sich: „Wann ist dieses Schloß gebaut? Ich komme hier jeden Tag vorbei, niemals war es da. Ist es Traum oder Phantasie?“ Er denkt bei sich: „Ich will doch einmal dies Schloß besichtigen“ und geht zum Schlosse. Während die Prinzessin in dem Schlosse und der Jüngling im Schlosse sitzen und sich vergnügen, sehen sie von Ferne den Opiumraucher. Der Jüngling sagt: „Meine Prinzessin, da kommt der Opiumraucher des Prinzen. Mit dem wollen wir unsern Spaß treiben.“ Die Prinzessin sagt: „Nach Belieben.“ Der Opiumraucher kommt. Als er um das Schloß wendet, wirft der Jüngling aus dem Fenster eine verzauberte Rose hinab. Der Opiumraucher nimmt die fallende Rose auf, riecht daran und sagt: „Ach, wie schön riecht deine Rose! Wie schön mußt du erst selber riechen.“ Dies wiederholt er immer und kehrt um. Unterwegs spricht er immer so zu sich. Die Leute, die ihn sehen, folgen ihm und sagen: „Ist der Mensch verrückt?“ Fünfzig bis sechzig Leute sammeln sich um ihn und sehen ihn an.

Wir wenden uns zu dem Prinzen. Er sieht, daß zwei Stunden vorüber sind und der Opiumraucher immer noch nicht kommt. Er langweilt sich und befiehlt seinem Hausmeister: „Geh, wo du den Opiumraucher findest, bringe ihn hierher.“ Der Hausmeister geht nach dem Opiumraucher aus. Auf einmal sieht er auf dem Platze eine Menschenmenge. Indem er sagt: „Was ist das wohl?“ geht er hin. Er sieht — was siehst du? — unsern Opiumraucher. Sofort geht er zu ihm und sagt: „Der Prinz verlangt nach dir.“ Der Opiumraucher sagt: „Ach, wie schön riecht deine Rose. Wie schön mußt du erst selber riechen.“

Zum Hausmeister sagt er: „Wenn sie aus diesem Schloß Rosen werfen, hüte dich, nimm sie nicht.“ Der sagt: „Ich will doch hingehen und sie einmal sehen.“ Als sie zum Schlosse kommen, sieht der Jüngling sie und sagt zur Prinzessin: „Der Hausmeister des Prinzen kommt, soll ich ihn empfangen?“ Die Prinzessin sagt: „Nach Belieben, mein Herr.“ Der Jüngling läßt sofort die Türen des Schlosses aufmachen und der Hausmeister tritt durch die Türen ein. Sofort kommen Sklavinnen, gehen ihm entgegen und führen ihn nach oben. Der Jüngling sagt: „Er soll seine Kleider ausziehen und so kommen.“ Der Hausmeister geht in ein anderes Zimmer und zieht sich aus. Als er die Hand an seine Mütze bringt und an ihr zieht, geht die Mütze nicht ab. Wie sehr er sich auch müht, er kann sie nicht abbekommen. Die Sklavinnen gehen zu ihrem Herrn. Als sie sagen: „Der Hausmeister kann seine Mütze nicht herunterbekommen,“ sagte er: „Was ist das für ein Mensch, der seine Mütze nicht herunterbekommen kann!“ und treibt ihn hinaus. Sofort als der Hausmeister unter der Tür des Schlosses sich bückt, um seine Stiefel anzuziehen, fällt ihm seine Mütze vom Kopf auf die Erde. Der Hausmeister nimmt die Mütze und sagt: „Drinnen wolltest du nicht abgehen, was gehst du draußen gleich ab?“, wirft die Mütze auf den Boden und geht zu dem Opiumraucher. Als der Opiumraucher ihn sieht, wundern sie sich beide sehr.

Wir wollen uns nun zu dem Prinzen wenden. Er hatte den Hausmeister nach dem Opiumraucher ausgeschickt. Auch der war nicht wieder gekommen. Danach schickt er den Schatzmeister Aga hinter ihnen her. Kurz, als der Schatzmeister Aga sie so sieht, wundert er sich, geht zu ihnen und sagt: „Was ist euch geschehen?“ Der Opiumraucher sagt: „Wenn man aus diesem Schlosse eine Rose wirft, nimm sie nicht und rieche nicht daran.“ Der Hausmeister sagt: „Wenn du auch in dieses Schloß gehst, tue es nur, indem du vorher deine Mütze abnimmst.“ Der Schatzmeister Aga geht ins Schloß. Der Jüngling sagt: „Meine Prinzessin, der Schatzmeister Aga des Prinzen kommt. Auch dem will ich einen Streich spielen.“ Sie antwortet: „Nach Belieben.“ Als der Schatzmeister das Schloß betritt, sagt der Jüngling: „Auch den zieht aus. Er soll sein Nachtgewand anziehen und so kommen.“ Sie ziehen ihm die Kleider aus, aber seine Hose geht nicht aus. Wie sehr er auch Gewalt anwendet, er kann sie nicht ausbekommen. Sogleich berichten die Sklavinnen dies. Der Jüngling sagt: „Was ist das für ein Mensch, der seine Hosen nicht ausziehen kann.“ Darauf treibt man auch den Schatzmeister Aga aus dem Schlosse. Als er einen Schritt durch das Tor gemacht hat, fallen seine Hosen von selber herunter. Da sagt er zu den Hosen: „Drinnen konntet ihr nicht ausgehen, wozu könnt ihr es draußen?“ und schlägt sie auf den Boden. Dann geht er zu den beiden anderen. Der Prinz ist zornig und sagt zu sich: „Was ist das wohl mit denen?“ Er geht aus dem Schloß, trifft sie und fragt sie: „Was ist denn euch geschehen?“ Der Opiumraucher antwortet: „Wenn man aus dem Schlosse eine Rose wirft, nimm sie nicht und rieche nicht daran.“ Der Hausmeister sagt: „Geh erst hinein, nachdem du die Mütze abgenommen hast.“ Der Schatzmeister Aga sagt: „Geh erst hinein, nachdem du die Hosen ausgezogen hast.“ Als sie das sagten, wird der Prinz verwirrt, sagt: „Was soll das bedeuten?“ und geht ins Schloß. Als er eintritt, gehen die Prinzessin, der Jüngling, die drei Kinder und alle Sklavinnen ihm mit Ehrfurcht und Höflichkeit entgegen. Sie führen ihn nach oben, setzten sich in einem Zimmer nieder und begrüßen ihn. Das älteste der Kinder hat in der Hand einen Schemel, das mittelste ein Handtuch, das kleinste einen Servierteller mit einem Teller und darinnen Birnen und daneben einen Löffel. Das älteste stellt den Schemel hin, das mittelste legt dem Prinzen das Handtuch vor, das jüngste stellt den Servierteller hin. Der Prinz verwundert sich und sagt zu den Kindern: „Ißt man Birnen mit Löffeln?“ Als die Kinder antworteten: „Ißt ein Mensch Menschen?“ schweigt der Prinz und denkt nach. Da sagten sie: „Hier, wir sind deine Kinder, das ist unsere Mutter.“ Der Jüngling tritt hinzu und sagt: „Prinz, mögen deine Augen leuchtend sein. Das ist die Prinzessin, das da sind deine Kinder.“

Da kommen die Kinder, hängen sich ihrem Vater an den Hals und die Prinzessin umarmt ihren Gatten, und sie freuen sich aus vollem Herzen. Der Jüngling sagt: „Prinz, ich bin ihr Sklave. Die Prinzessin hatte mich für Geld gekauft, und ich war ein Gefangener. Meine Mutter hatte mich so verflucht. Das war meine Lage. Wenn Sie mir gütigst die Erlaubnis geben, werde ich in meine Heimat gehen und meinen Vater und meine Mutter wieder sehen, da sie Sehnsucht nach mir haben.“ Er erhielt die Erlaubnis und ging weg. Die machten von neuem Hochzeit. Vierzig Tage und vierzig Nächte dauerten die Festlichkeiten. Sie erreichten, was ihr Wunsch war. Gott möge auch uns unsern Wunsch erreichen lassen. Amen, o Helfer.


Story DNA

Moral

Even in the deepest sorrow and injustice, perseverance and innocence can lead to ultimate happiness and understanding.

Plot Summary

A naive princess, curious about sorrow, buys a 'Sorrow-Bird' which then abducts her and subjects her to a series of escalating misfortunes. Disguised as a boy, she is repeatedly framed for destruction and beaten. She eventually marries a prince and has three children, but the bird abducts each child, making it appear she murdered them, leading to her banishment and attempted execution. After years of suffering, the bird reveals itself to be a cursed youth, whose curse is broken by her endurance. The princess and her children are reunited in a magical castle, and the prince discovers the truth, leading to a joyful family reunion and the bird's freedom.

Themes

perseverancesuffering and redemptionfate vs. free willthe nature of sorrow

Emotional Arc

innocence to suffering, then suffering to triumph and reunion

Writing Style

Voice: third person omniscient
Pacing: episodic
Descriptive: moderate
Techniques: repetition of phrases (e.g., 'Hast du nun den Kummer gesehen?'), direct address to the reader ('was siehst du?')

Narrative Elements

Conflict: person vs supernatural
Ending: happy
Magic: talking bird, bird's ability to abduct and transport people/children, bird's ability to destroy objects instantly, magical transformation of the cursed youth, enchanted rose and hat/trousers that stick to people, sudden appearance of a magnificent castle
the Sorrow-Bird (Kummervogel) as a manifestation of fate/suffering and ultimately a cursed beingthe princess's disguise as a boy (symbolizing vulnerability and resilience)the children's questions about eating humans (symbolizing the truth hidden by appearances)

Cultural Context

Origin: German (collected by Friedrich Giese, likely from Turkish sources)
Era: timeless fairy tale

This story, collected by Giese, likely has roots in Turkish or other Middle Eastern folklore, explaining the specific cultural references like 'Padishah' and 'Beiramfest'.

Plot Beats (15)

  1. A princess, ignorant of sorrow, asks her teacher to buy her 'sorrow'.
  2. The teacher buys a 'Sorrow-Bird' which the princess befriends.
  3. The bird abducts the princess, abandoning her on a mountain, promising more sorrow.
  4. Disguised as a boy, the princess finds work at a coffee house, but the bird destroys everything, leading to her being beaten and expelled.
  5. She finds work as a tailor's apprentice, but the bird destroys all the clothes, leading to her being beaten and expelled.
  6. She finds work as a chandelier seller's apprentice, but the bird destroys all the chandeliers, leading to her being beaten and expelled.
  7. Fleeing to the mountains, she is discovered by a hunting prince, who takes her to his castle, where she is revealed as a beautiful woman.
  8. The prince marries her, and they have three children.
  9. The bird repeatedly abducts each child, framing the princess by smearing blood on her mouth, leading to her banishment and attempted execution.
  10. The princess is saved by a kind executioner and lives in exile, raising her last child.
  11. The bird eventually reveals itself to the princess, explaining its curse and showing her a magnificent castle where her children are alive and well.
  12. The prince, searching for his missing servants who encountered the mysterious castle, enters it himself.
  13. Inside the castle, the children question the prince about eating humans, revealing their identity and their mother's innocence.
  14. The Sorrow-Bird explains its true identity as a cursed youth, freed by the princess's endurance, and asks to return home.
  15. The family is joyfully reunited, and the prince and princess remarry with grand celebrations.

Characters

👤

The Princess

human young adult female

Slender and graceful, with delicate features. Her initial pampered life suggests a soft, unblemished complexion, which later becomes weathered and hardened by her trials. Her height is average for a young woman.

Attire: Initially, she wears luxurious, flowing silk robes in rich jewel tones, possibly embroidered with gold thread, and adorned with fine jewelry. After her transformation, she wears a coarse, patched shepherd's tunic and trousers made of rough wool or linen, in earthy tones like brown or grey, with simple leather sandals. Later, as a coffeehouse apprentice, she wears plain, practical garments, and as a tailor's apprentice, simple, functional clothes. As a chandelier merchant's apprentice, she wears similar practical attire. Finally, as the 'Jüngling', she wears the elegant, yet masculine, attire of a young nobleman, likely a finely tailored tunic and trousers with a sash, in rich fabrics.

Wants: Initially, she seeks to understand 'Kummer' (sorrow). Later, her motivation shifts to survival, then to finding a way to overcome her misfortunes and eventually to reunite with her true identity and family.

Flaw: Her initial naivety and sheltered upbringing make her vulnerable to the world's harsh realities and the Kummerbird's tricks.

Transforms from a naive, sheltered princess into a resilient, resourceful, and wise young woman who has experienced the depths of sorrow and overcome immense challenges, ultimately finding love and family.

Her transformation from luxurious princess robes to a simple shepherd's tunic, then to the disguise of a young man, highlighting her journey through different social roles.

Naive, curious, resilient, resourceful, compassionate, determined.

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The Kummerbird

magical bird ageless non-human

A large, imposing bird, possibly with dark, iridescent plumage that shimmers with an ominous sheen. Its size is sufficient to carry a human princess. Its talons are strong and sharp, capable of grasping and flying with a person.

Attire: None, as it is a bird. Its natural plumage is its 'attire'.

Wants: To teach the Princess the true meaning of 'Kummer' (sorrow) through direct, harsh experience, fulfilling its role as the 'Sorrow Bird'.

Flaw: None explicitly stated, but its purpose is fulfilled once the Princess has learned her lesson.

Remains consistent in its role as the bringer of sorrow, its arc is tied to the Princess's journey of understanding and overcoming adversity.

Its dark, imposing form with piercing eyes, carrying the Princess high into the air.

Cruel, manipulative, cunning, relentless, pedagogical (in its own twisted way).

👤

The Prince

human young adult male

A handsome and noble figure, likely of average height and a strong, athletic build, befitting a royal. His appearance suggests good health and a life of privilege, though he is also capable of action.

Attire: Richly embroidered silk robes in deep blues or purples, possibly with gold thread, a jeweled turban, and fine leather boots. His attire reflects his royal status and the cultural context.

Wants: To understand the strange occurrences surrounding the mysterious castle and the behavior of his servants, and eventually to find his lost wife and children.

Flaw: Initially, his reliance on his servants and his confusion when faced with inexplicable magical events.

Begins as a confused ruler, then becomes a seeker of truth, and finally, a reunited husband and father, experiencing joy and understanding.

His royal attire and bewildered expression as he confronts the strange events at the castle.

Curious, persistent, somewhat bewildered, ultimately loving and just.

👤

The Jüngling

human young adult male

A young man of slender build, with a gentle demeanor. His appearance is refined, suggesting a noble background, though he is currently a captive.

Attire: Elegant, yet simple, tunic and trousers in rich, muted colors like deep green or burgundy, made of fine wool or linen, possibly with a subtle pattern. He might wear a simple, unadorned cap.

Wants: To serve the Princess, to be freed from his curse, and to return to his family.

Flaw: His curse, which made him a captive.

Begins as a captive under a curse, assists the Princess, and is eventually freed to return to his family.

His gentle demeanor and elegant, yet understated, attire, holding a magical rose.

Kind, respectful, intelligent, insightful, grateful.

👤

The Opium Smoker

human adult male

A man of average height, perhaps a bit disheveled or gaunt from his habit, but not necessarily weak. His movements might be a little slow or dreamy.

Attire: Simple, worn, and possibly stained clothing, typical of a common man with a habit. Perhaps a loose tunic and trousers in drab colors like grey or faded brown, with a simple head covering.

Wants: To indulge in his habit, and later, to follow the strange compulsion of the enchanted rose.

Flaw: His addiction and susceptibility to enchantment.

Remains largely unchanged, serving as a tool for the Princess's plan.

His dazed expression and repetitive muttering about the rose.

Distracted, easily enchanted, repetitive, simple-minded.

👤

The Housemaster

human adult male

A stout, authoritative man, likely of middle age, with a commanding presence befitting his role. He is well-built and appears capable.

Attire: Practical but respectable clothing, such as a sturdy wool tunic in a dark color like deep blue or forest green, with a leather belt and well-made trousers. He wears a distinctive cap or turban.

Wants: To serve the Prince and carry out his commands, and to understand the strange events.

Flaw: His inability to remove his cap due to enchantment, which leads to his expulsion.

Experiences bewilderment and frustration, serving as a comedic foil in the Princess's plan.

His distinctive cap, which he cannot remove.

Loyal, dutiful, easily frustrated, somewhat stubborn.

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The Treasurer Aga

human adult male

A man of dignified appearance, perhaps a bit portly, reflecting his comfortable position. He carries himself with an air of importance.

Attire: Fine, but not overly ostentatious, robes in a rich color like deep red or plum, made of good quality fabric, indicating his status. He might wear a specific type of headwear associated with his office.

Wants: To serve the Prince and maintain order, and to understand the strange events.

Flaw: His inability to remove his trousers due to enchantment, leading to his expulsion.

Experiences bewilderment and humiliation, serving as another comedic element in the Princess's plan.

His fine robes and the inexplicable problem with his trousers.

Dutiful, important, easily flustered, proud.

Locations

Padishah's Palace Garden

outdoor afternoon Warm, pleasant day, likely spring or summer

A lush, private garden within the Padishah's palace grounds, featuring a tranquil pond and mature trees where the princess often spent time with her enslaved women.

Mood: Serene, initially joyful, then abruptly unsettling

The princess hangs the Kummerbird's cage on a tree by the pond, releases it, and is subsequently abducted by the bird.

Tranquil pond Mature tree Birdcage Princess with enslaved women

Mountain Wilderness

outdoor day Unspecified, but implies harsh, exposed conditions

A high, desolate mountain range, rugged and untamed, where the princess is abandoned. It is a place of hunger, thirst, and danger from wild animals.

Mood: Desolate, dangerous, desperate

The Kummerbird abandons the princess here, marking the beginning of her trials. She later returns to seek refuge in a tree from wild animals.

High mountain peaks Rugged terrain Sparse vegetation Wild animals

Ottoman Coffeehouse

indoor night Unspecified, interior setting

A traditional Ottoman coffeehouse, bustling during the day, with nargileh pipes and coffee cups. At night, it becomes a quiet, dark space where the princess (disguised as a boy) sleeps.

Mood: Initially mundane, then chaotic and destructive

The princess works as an apprentice. The Kummerbird destroys all the nargileh and cups at midnight, leading to her expulsion.

Nargileh (hookah) pipes Ceramic coffee cups Low tables Wooden interior Corner for sleeping

Mysterious Castle of the Jüngling

indoor day Unspecified, interior setting

A grand, enigmatic castle, likely of Ottoman or Persian architectural style, where the princess and her children reside with the Jüngling. It features large windows, multiple rooms, and is staffed by enslaved women.

Mood: Magical, protective, and later, a place of joyous reunion

This is where the princess finds refuge and has her children. It's the site of the magical tests for the prince's envoys and the final reunion of the royal family.

Large windows Multiple rooms Enslaved women Ornate doors Schemel (stool) Handtuch (towel) Servierteller (serving plate) Birnen (pears) Löffel (spoon)