Frostiger Frühling
by Edna Fern · from Venusmärchen: Geschichten aus einer andern Welt
Adapted Version
Spring was here, but the flowers were sad. The cold wind made them sleep. My garden had no bright colors. The fruit trees had no pink flowers. They were all gone. This made me feel sad.
The big magnolia trees stood bare. They had no flowers. They looked very sad. Their branches were empty.
Then a warm Sunbeam came. It danced on the trees. A yellow butterfly flew. It landed on a small pear tree. I saw one tiny white flower. It was very pretty. The Sunbeam smiled.
The Sunbeam showed me a warm glass house. Many strange plants lived there. Some plants were very big. Some had sharp spikes. I saw a white flower. It looked like a princess. It was beautiful. The Sunbeam went inside. I followed it.
The glass house felt too hot. The air was heavy. The flowers were pretty. But they were not like outside. I wanted real nature. The Sunbeam called me. We left the warm house.
We went behind a big wall. It was a secret path. This place was wild. The trees grew freely. No one saw us here.
I saw many tall trees. A Pine Tree had soft needles. It smelled very nice. Little green moss grew below. The moss had tiny yellow flowers. They were very small.
I heard happy songs. Birds sang in the trees. The air smelled fresh. I felt very free here. I felt so happy.
A Little Bird hopped on a vine. It looked at me. It flew away fast. Two brown birds sang. They were very joyful. They flew into the trees.
The Sunbeam led me further. It showed a special place. Two very tall trees met above. They made a green room. It felt very quiet.
Inside, it was very calm. The light was soft. I smelled sweet apple flowers. The air was so nice. I felt very peaceful.
I came out of the trees. The world was bright. The sun felt warm. It smelled wonderful. Spring was truly here. It was very beautiful. Lily felt happy.
Original Story
Frostiger Frühling.
Um unsere Blüten sind wir betrogen! – Im März, als der warme Sonnenstrahl die erwachende Erde überglänzte, da lag ein rötender Hauch über den Obstbäumen, licht wie ein rosenfarbenes Wölkchen am Frühhimmel – heute haben die Birnbäume und die knorrigen Apfelbäume ein festes grünes Mieder angezogen, aus dem sie stramm und vernünftig herausschauen, und das Mädchenerröten haben sie längst vergessen.
Um unsere Blüten sind wir betrogen! – Hat der Frost sie getötet, der lauernd über die Erde schlich? Hat unsere schönen Hoffnungen der Sturmwind verweht? Ist der Regen gekommen auf seinen grauen Rossen, den Wolken, und hat sie mit seinem gleichförmigen Gedrissel – patsch! patsch! Tropfen auf Tropfen, wie die tägliche Langeweile, – verwaschen, verknittert, zerblättert? –
Nackt stehen die Magnolienbäume im botanischen Garten. Sie, die sonst im Mai zum Frühlingsreigen in prächtigen Balltoiletten der verwunschenen Prinzen harrten; sie, die sonst von der Ueberfülle ihrer Schönheit den neckischen Winden preisgaben, daß die Blütenblätter und ihr Duft die Luft erfüllte. Heute stehen sie kahl und düster und traurig da, kein lächelnder Prinz wird um die südliche Schöne werben und der Frühling hat die Prächtige, Ueppige, Duftende vergessen. – Da gleitet ein Sonnenstrahl über die schwarzen, vom Frost geknickten Spitzen der Magnolien. Es ist, als lächle er. In seinem Flimmer tanzt ein gelber kleiner Schmetterling, er taucht sich in die vergessene weiße Blüte eines jungen Birnbaums, der schon winzige Früchte am andern Zweige trägt. Und da lispeln sie alle heimliche Worte – horch!
Ich folge dem lachenden Sonnenstrahl. Er huscht über die Stiefmütterchen am Wege, die ihm ihre großen bunten Augen zuwenden, über rote dickköpfige Tulpen, die sich blähen vor lauter Vornehmheit; er klopft an die Fenster des Treibhauses: ich bin da, ich bin da! – Aber was kümmert das nervöse Volk da drinnen in ihrem überheizten Haus der warme Sonnenschein? – Halt! du lockender Strahl! laß mich erst einmal hineinschauen in die Blumen-Menagerie. Sehnsüchtig sehen die armen Eingesperrten durch die Glasfenster, und schauern zusammen, wenn die kühle Frühlingsluft durch die offene Thür sie trifft. Sie fühlen sich wohl in der heißen, feuchten Luft künstlicher Bildung; einmal ihres heimatlichen Bodens beraubt, gedeihen sie prächtig in der erstickenden Atmosphäre der Ueberfeinerung – oh, und diese höchste Kultur zeitigt bizarre Charaktere: da die Kaktus mit ihren Stacheln über und über, an denen ein rauhes Gewebe klebt wie graues Haar; dem bekannten Meergreis gleich, der »in die Wüste ging und ein Wüstling ward«, frühzeitig gealtert wie unsere nervös überfütterten Dandys fin de siècle. Protzige Agaven mit dicken, fleischigen, ausstreckenden Zeigefingern. Cochenille-Kaktus, unansehnliche, häßliche Dinger, nur dazu gut, daß andere sich von ihnen nähren – die kleine, rote Blattlaus, die aus diesem Häßlichen das Schöne bildet: das leuchtende Cochenille-Rot. Hier die Palmen, groß, still, erhaben, die Löwen der Blumen-Menagerie. – Die vielarmigen Dracänen, die üppig wuchernden Schlinggewächse, die seltsamen stillen Blumen mit Blättern und Blüten wie aus Wachs geformt, – gleitet nicht Scheherezade durch diese schwüle Luft und erzählt Märchen aus Tausend und einer Nacht unter lispelnden Palmen und großen duftlosen Blumen? – Aber dort unter dem First des Glasdaches, dem Licht zustrebend – dort liegt es wie glänzend weißer Schnee, besäet mit funkelndem roten Blutstropfen. »Weiß wie Schnee, rot wie Blut!« Schneewittchen aus unserem lieben deutschen Märchen nickt hervor aus diesem lieblichen Blumenmeer und lächelt uns an. Eine Schlingpflanze ist es mit schwarzgrünen Blättern; sie rankt sich hoch und immer höher dem Himmel entgegen, der blau durch die Fenster ihres Gefängnisses schimmert und tausend weiße, stille Blumenherzen wenden sich ihrem Gott, dem Lichte, zu, und rot und glühend entströmt ihnen ihr Gebet. – Da öffnet sich die Thür, der Sonnenstrahl huscht hinein und küßt die roten Blumenlippen, und winkt mir: Komm, komm! Ich zeig' Dir viel Schönes, wenn auch die Blüten Dir genommen sind. –
Draußen im botanischen Garten glänzen die feingeharkten Kieswege. Zwischen wohlgepflegten Blumenbeeten wandeln wohlgepflegte Städterinnen. Die ordentlichen Blumen auf den ordentlichen Beeten blühen noch nicht; die ordentlichen Städterinnen haben schon geblüht. Deshalb strömen sie einen künstlichen, starken Parfüm aus, der schlecht harmoniert mit der süßen, berauschenden Frühlingsluft.
»Vorüber, ihr Schafe, vorüber!« singt Goethes Schäfer, als ihm »gar so weh« wird – und wir huschen dem Sonnenstrahl nach, aus dem ordentlichen Garten hinaus, hinter die hohe Mauer, wo die Wildnis anfängt. Hier ist auch eine Menagerie, die der Bäume. Aber die Wildlinge aus Nord und Süd haben in dem fremden Boden Wurzel gefaßt, ihn sich angeeignet, und so gedeihen sie und wachsen und wachsen, als habe die neue Heimat ihnen die alte ersetzt. – Was es nicht alles zu sehen gibt unter den fremden Bäumen: dort, wohin die Tannen nicht mehr gelangen können mit ihren langen Armen, kriecht kleines, grünes Moos dicht an das Nadelbett heran, das die Tanne, wie Frau Holle den Schnee, um sich ausgeschüttet; es blüht, das Moos, mit lauter gelbgrünen Zäckchen, und zwischen den feinen krausen Spitzen kriechen winzige Insekten, denen der Mooswald wohl so gewaltig dünkt, wie uns jene blühende Kiefer. O wie blüht die Kiefer! Ueberall, überall auf den starken Aesten, in den Stacheln verborgen, da blüht es wie rotes Gold; sieben kleine Goldkätzchen in einem Nest – und rührst Du daran mit vorwitzigem Finger, dann rieselt ein feiner, gelber Blütenstaub in Deine geöffnete Hand. Weich wie ein zartes Kinderbäckchen berührt dich's, und ein würziger Duft erzählt dir von unendlichen Kieferwäldern, in denen der Wind singt.
»Bilde Dir nur nichts ein,« sagt die Nachbarin der Kiefer, die deutsche Edeltanne, und sie reckt sich kerzengrade, so daß sie noch einen Finger breit über jene hinweg schaut – »Du mit Deinem Blühen! Sieh' mich an: meine Orden, huldvollst verliehen von Sr. rauschenden Majestät dem Frühling.« – Und sie klappt ihre Zweige zusammen, daß ein feines Nadelgeriesel zur Erde fällt. Ueber und über ist sie besäet mit hellgrünen Knöpfchen, frischen Nadelspitzen, die vergnügt aus dem Dunkel ihrer Wintertracht hervorblitzen.
Zwischen den Bäumen, aus Gras und Moos erheben sich dunkle Blumenbeete. Seltsame Blumen stehen darauf: aus dunklen Blättern hängt an einem dünnen Stiel eine kleine, gelbe Tasche; – ich bin immer die vierundzwanzigste mit fünfundzwanzig Fehlern in der Botanik gewesen, und nun möchte ich wissen, ob diese niedliche, kleine, gelbe Tasche nicht eine Art von Venus-Fliegenfalle ist? Kriecht ein dummes Mückchen am Rand der schönen Blüte hin und bleibt daran kleben: sacht schließt die schöne Blüte ihre Tasche, und Mückchen ist gefangen und muß elend zu Grunde gehen. Denn so eine Venus-Fliegenfalle gibt ihre Beute nicht wieder los; ob's Mückchen auch zappelt – es wird festgehalten bis an sein unseliges Ende. –
Wenn nach einem deutschen Städtchen aus der nächsten Garnison die Militärkapelle kommt und ein Biergartenkonzert abhält, dann sitzen die unnützen Buben hinter der grünen Hecke des Gartens und gucken hindurch und haben die prächtige Musik mit allem Tschingdara-Bumbum und die Herren- und Damen-Honoratioren, die weißröckigen Mädchen, und all den Kaffee und das Bier – nämlich indem sie sehen, wie es getrunken wird – ganz umsonst. Sie nennen das: ein Heckenbillet nehmen. Ich habe auch ein Heckenbillet genommen: ich sitze hinter der großen Mauer, an der sich rotblühendes Gaisblatt rankt, und kein Mensch im gebildeten Garten weiß, daß ich da bin, und ich höre das süße Vogelkonzert, ich sehe die ernsthaften, andächtigen Bäume und das kindlich lustige Gras, in dem die blauäugigen Veilchen grüßen, ich trinke die wonnige Frühlingsluft – alles umsonst. –
Vor mir an der Mauer hinauf, einer Weinranke entlang, läuft ein winzig klein Vögelein, geschwind wie ein Mäuschen. Pick – pick! hier wetzt es sein Schnäbelein; husch – husch! dort jagt es dem Käferchen nach – und es sieht mich an mit den klugen Augen, als rief' es: Guck, mach' mir das nach! Da ist es oben, reckt die kleinen Flügel und mit einem jubelnden Gekicher ist es davon. – Horch! über mir: da lacht und küßt und tollt ein braunes Drosselpaar. Kokett wiegt sich das Weibchen auf dem schwanken Ast; der Liebste lugt um den Stamm und zwitschert zärtlich: Kind, sühst meck nich? – sühst Du meck nich? – Hier bün eck! hier bün eck! lacht das Weibchen, und fort sind sie, in das Dickicht hinein.
Da kommt wieder mein Sonnenstrahl und lockt mich aus meiner Ruhe und gleitet vor mir her – und ist verschwunden. Wo bin ich? Was wölbt sich über mir – weit, groß, allmächtig. Ich schaue hinaus, und schaue: immer höher, immer gewaltiger weitet sich der grüne Dom von Blättern. Die Zweige der beiden norwegischen Baumriesen neigen sich gegen einander, sie werden zu gothischen Spitzbögen, anstrebend in die Unendlichkeit. Sanftes Dämmerlicht liegt in meiner Kirche. Durch das grüne, schimmernde Blätterdach schaut der Himmel wie blaue, freundliche Sterne. Ein lieblicher Weihrauch umweht mich. Es ist der Duft der kleinen weißen Blüten des wilden Apfelbaumes, der meine Kirche mit wonniger Süße erfüllt. Ich stehe und schaue. Ich breite die Arme aus nach der grünen Unendlichkeit da droben, und es ist still, still, um mich, in mir. –
Als ich hinaustrete aus den dämmernden Bögen meines Domes, liegt die Welt hell zu meinen Füßen. Ihr Duft umhüllt mich. Ihr Licht gleitet warm in mein Herz. Es ist Frühling.
Story DNA
Moral
True beauty and joy can be found in the wild, natural world, even when cultivated beauty disappoints.
Plot Summary
Initially disappointed by frost-killed blossoms, the narrator follows a guiding sunbeam from an artificial hothouse to the wilder parts of a botanical garden. There, amidst untamed trees, moss, and vibrant birds, the narrator discovers a deeper, more authentic beauty and resilience in nature. The journey culminates in a profound, spiritual experience within a 'green cathedral' formed by trees, leading to a renewed appreciation for the true essence of spring.
Themes
Emotional Arc
disappointment to wonder
Writing Style
Narrative Elements
Cultural Context
The 'fin de siècle' reference points to a period of cultural anxiety and aestheticism, where artificiality and refinement were often contrasted with natural vitality. The story subtly critiques this artificiality.
Plot Beats (13)
- The narrator expresses disappointment over the early spring blossoms being destroyed by frost and bad weather.
- The narrator observes the bare magnolia trees, which usually bloom magnificently, reinforcing the sense of loss.
- A sunbeam and a butterfly draw the narrator's attention to a small, forgotten blossom on a young pear tree, suggesting hope.
- The narrator follows the sunbeam into a hothouse, observing the 'nervous' and 'over-refined' exotic plants, some bizarre and some beautiful like the 'Snow White' flower.
- The narrator leaves the hothouse and the 'orderly' botanical garden, finding the cultivated flowers and people artificial.
- The narrator takes a 'hedge ticket' (observes from outside) behind a wall, entering a wilder part of the garden.
- The narrator discovers the unique beauty and resilience of wild trees like the pine and fir, and tiny moss blossoms.
- The narrator observes strange, dark flowers, including a Venus flytrap, highlighting nature's diverse and sometimes harsh beauty.
- The narrator enjoys the free concert of birds and the natural beauty of the wild space, feeling a sense of freedom.
- The narrator watches a tiny bird and a pair of thrushes, full of life and joy, further contrasting with the earlier human melancholy.
- The sunbeam leads the narrator into a 'green cathedral' formed by two towering Norwegian trees, creating a sacred, peaceful space.
- Inside the 'cathedral,' the narrator experiences profound stillness and connection, enveloped by the scent of wild apple blossoms.
- The narrator emerges from the 'cathedral' feeling renewed and fully embraces the light and scent of spring.
Characters
The Narrator
Not explicitly described, but implied to be observant and sensitive to nature. Likely of average build and height for a human adult.
Attire: Not explicitly described, but would be appropriate for a leisurely stroll through a botanical garden and wilder areas in early spring in early 20th-century Germany. Perhaps a practical walking dress or suit in muted tones, made of wool or sturdy cotton.
Wants: To find beauty and meaning in a spring that initially seems disappointing; to connect with nature.
Flaw: Initially prone to melancholy and disappointment when expectations are not met.
Begins with disappointment over lost blossoms, but through observation of the natural world, finds renewed hope and a deeper connection to the essence of spring.
Observant, reflective, sensitive, appreciative of nature's beauty, somewhat melancholic initially but finds joy and hope.
The Sunbeam
A shimmering, golden shaft of light, appearing to dance and flit. It is warm and inviting.
Attire: Not applicable.
Wants: To reveal beauty and life, to lead the narrator to new discoveries.
Flaw: None apparent, as it is a force of nature.
Remains a constant, guiding presence, leading the narrator from initial disappointment to profound appreciation.
Playful, guiding, optimistic, life-giving, gentle, persistent.
The German Noble Fir (Edeltanne)
A tall, straight, majestic fir tree, appearing very proper and self-important. Covered in bright green new growth ('Knöpfchen') that stands out against its darker winter needles.
Attire: Its 'winter dress' of dark needles, adorned with 'orders' of bright green new needle tips.
Wants: To assert its superiority and properness over the more 'wild' pine.
Flaw: Arrogance, inability to appreciate other forms of beauty.
Remains unchanged, a static representation of self-importance.
Proud, conceited, self-important, somewhat condescending, boasts about its new growth.
The Pine Tree (Kiefer)
A robust pine tree, full of life and blooming with 'red gold' pollen cones. Its branches are strong, and it sheds a soft needle bed around itself.
Attire: Its needles, adorned with 'red gold' pollen cones.
Wants: To bloom and spread its life-giving pollen.
Flaw: None apparent, it simply exists in its natural state.
Remains a symbol of natural, unpretentious beauty and fertility.
Generous, vibrant, fertile, unpretentious, natural.
The Small Bird
A tiny, quick bird, like a mouse, with clever eyes. Its specific color is not given, but implied to be small and agile.
Attire: Its natural plumage, unadorned.
Wants: To forage, explore, and enjoy its freedom.
Flaw: None apparent.
Remains a symbol of lively, untamed nature.
Quick, clever, playful, energetic, confident, joyful.
The Thrush Pair (Drosselpaar)
A pair of brown thrushes, one male and one female. The female is described as coquettish.
Attire: Their natural brown plumage.
Wants: To express their affection and enjoy each other's company.
Flaw: None apparent.
Represents the enduring joy and love found in nature.
Loving, playful, flirtatious, joyful, affectionate.
Locations
Botanischer Garten (Formaler Bereich)
A well-maintained botanical garden with finely raked gravel paths and neatly arranged flowerbeds. The magnolias stand bare and gloomy, their tips broken by frost. There are also pansies with large, colorful eyes and red, thick-headed tulips. The air is filled with the sweet, intoxicating scent of spring, occasionally clashing with the artificial perfumes of well-groomed city women.
Mood: orderly, somewhat melancholic due to the frost-damaged magnolias, but with hints of emerging spring beauty
The narrator observes the formal, cultivated beauty and the lingering effects of frost, contrasting it with the artificiality of the hothouse.
Treibhaus (Greenhouse)
An overheated, humid greenhouse with glass windows, housing a 'flower menagerie'. It contains nervous, overfed plants like spiky cacti resembling 'sea-old men', ostentatious agaves with thick, fleshy 'pointing fingers', and unseemly cochineal cacti. Tall, silent palms stand like 'lions', alongside multi-armed dracaenas and lush climbing plants. Strange, wax-like flowers fill the air with a sultry atmosphere. A climbing plant with black-green leaves and thousands of white, silent flower hearts, dotted with sparkling red 'blood drops', reaches towards the light under the glass roof.
Mood: sultry, exotic, somewhat suffocating and artificial, yet with a strange, bizarre beauty
The narrator explores the artificial world of exotic plants, contrasting their 'over-refinement' with natural beauty, and finds a 'Snow White' plant.
Wildnis hinter der Mauer (Wilderness behind the Wall)
A wilder, less cultivated area behind a tall wall covered in red-blooming honeysuckle. Here, 'wildlings' from North and South, like firs and pines, have taken root. The ground is covered with small, green moss blooming with yellow-green serrations, and a needle bed from firs. A pine tree blooms with 'red gold' pollen. Dark flowerbeds hold strange plants, including a small yellow pouch-like flower, possibly a Venus flytrap.
Mood: natural, untamed, vibrant with hidden life, a sense of freedom and discovery
The narrator finds solace and authentic beauty in this wilder, uncultivated part of the garden, observing insects and birds.
Grüner Dom (Green Cathedral of Trees)
A natural cathedral formed by the arching branches of two Norwegian tree giants, creating Gothic pointed arches that stretch into infinity. A soft twilight pervades this space, with the sky visible as friendly blue stars through the shimmering green leaf canopy. The air is filled with the sweet, blissful scent of small white blossoms from a wild apple tree.
Mood: sacred, peaceful, awe-inspiring, spiritual, serene
The narrator experiences a profound, spiritual connection with nature in this natural cathedral, finding inner peace.