Als Das Hühnchen Zur Schule Sollte
by Lisa Wenger · from Amoralische Fabeln
Adapted Version
Once upon a time, a chick lived. Her kin had a big meeting. Little Chick was six months old. She must go to school now. Her whole kin talked about it. This was a very big choice for them.
Grandma Hen said, "She must go to school." Mama Hen said, "Yes, it is our way." She must learn old chicken ways. She must learn to lay eggs. She must learn to cluck loudly. This is our old way.
Blackbird sat on a tall tree. He said, "A smart teacher knows much." Mama Hen shook her head. "No, not that teacher." He talks about strange new ideas. We do not like these new ideas.
The kin chose Teacher Turkey. He was a very big bird. He would teach Little Chick. He taught only old chicken rules. She must learn to lay eggs. She must learn to sit on eggs. He taught no new things at all. This was good.
Little Chick played with a young rooster. The rooster said, "School is boring." "Teacher Turkey sleeps a lot." "We can play all morning." Little Chick wanted to play too. She liked to play very much.
The kin came for Little Chick. They took her home quickly. They were very happy. Blackbird saw them go. He felt very sad. He shook his head slowly. He flew away.
A mole group lived in dark tunnels. They liked the dark. One day, a new mole came. He was white. His eyes were big and bright. The moles were surprised.
The old moles were scared. They did not like the White Mole. They liked their old, dark ways. They did not want change.
The White Mole talked. He said, "Look! The world is big and fair. You can see it!" He wanted them to see.
The White Mole wanted baby moles to see the moon and stars. The old moles said, "No! Go away!" They were angry.
The moles did not know the White Mole. They told him to leave. The White Mole felt sad. He went away. The moles went back to their dark tunnels. They were happy nothing changed. But the world outside was still fair.
The moles stayed in their dark tunnels. They did not see the moon or stars. The White Mole went to find new friends. It is good to see new things. It is good to learn new ideas. Do not be afraid of what is different.
Original Story
Als das Hühnchen zur Schule sollte
Das Hühnchen war sechs Monate alt geworden und sollte zur Schule. Es wurde deshalb Familienrat abgehalten.
»So jung und muß schon zur Schule,« sagte die gelbe Tante mit den Federn an den Beinen. »Eier legen lernt es ja von selber!«
»Setz dem Kücken doch nichts in den Kopf,« mahnte die Großmutter des Hühnchens. »Ich bin in die Schule gegangen, du bist in die Schule gegangen, wir alle sind in die Schule gegangen, da muß es eben auch in die Schule gehen.«
»Warum, weiß ich freilich nicht,« sagte der Maulwurf, der seine Gänge im Hühnerhof angelegt hatte und nun auf Besuch gekommen war; »ich habe nie etwas gelernt und bin doch durch die Welt gekommen.«
»Aber wie,« rief die Amsel, die auf dem Baum im Hof wohnte. »Wie! Im Dunkeln ist er gekrochen sein Leben lang, und Freuden hat er keine gehabt außer dem Fressen.«
»Schweig du dort oben,« krähte ärgerlich der Hahn; »du gehörst nicht zur Familie und hast hier nicht mitzureden. Kinder aus unserer Sippe gehen zur Schule, natürlich, aber nicht wegen dem Lernen; das haben wir nicht nötig.«
»Warum denn?« fragte die Amsel erstaunt.
»Weil es sich schickt,« sagte der Hahn würdevoll, und die Henne, die Mutter der Kücken, sagte: »Und weil die andern es so machen.«
»Natürlich!« rief der ganze Hühnerhof, und die Großmutter – es war eine mächtige Langshanhenne, die viel Ansehen genoß – gluckste und sagte: »Natürlich!«
Also sollte das Kücken zur Schule ...
»Was meint ihr, zu welchem Lehrer wir unser Hühnchen schicken wollen?« fragte der Hahn.
»Zum Grünspecht,« rief die Amsel vom Baum herunter; »Er weiß viel und hat viel gesehen.«
»Zu dem!« rief empört Mutter Henne. »Wißt ihr, was das für einer ist? Der hat zu einer unserer Nachbarinnen gesagt, es wäre Zeit, daß die Hühner endlich etwas anderes lernten als nur Eier legen und gackeln. Das hat er gesagt.« Die Henne kratzte sich mit dem Fuß unter dem Flügel; es war eine Gewohnheit, die sie hatte.
»Schwiegersohn,« rief majestätisch die Großmutter Langshan, »da verlieren wir wohl weiter keine Worte. Was soll ein Huhn überhaupt anderes lernen als Eier legen und gackeln? Doch nicht singen wie eine Nachtigall?«
»Warum nicht,« rief wieder die Amsel. »Es wäre eine angenehme Abwechslung.«
»Ich habe gegackelt,« rief das alte Huhn, »meine Tochter hat gegackelt, wir alle haben gegackelt, warum sollte unser Hühnchen nicht auch gackeln?«
Zum Grünspecht sollte das Hühnchen also nicht in die Schule, beschloß der Familienrat ...
Nach langem Nachdenken und Disputieren war man endlich einig geworden, daß das Kücken zu der Pute sollte – zu der mit den Bronzefedern natürlich, nicht zu der grauen – und daß die Familie es sogleich der Lehrerin vorstellen wolle.
Hahn, Henne, Großmutter Langshan und die gelbe Tante mit den Federn an den Beinen begleiteten das Hühnchen.
»Es soll vor allem richtig gackeln lernen,« begann die Großmutter und betrachtete die Pute mit ihrem rechten Auge. Über das linke hing der Kamm; sie gebrauchte es selten und sparte es für Notfälle auf. »Dann soll es in allen Pflichten unterrichtet werden, die ein Huhn von Familie kennen und ausüben muß: im Eierlegen, im Brüten, im treuen Führen der Jungen.«
»Versteht sich,« sagte die bronzene Pute; »das lernt es alles am besten bei mir.«
»Es soll Untertänigkeit gegen seinen künftigen Gebieter lernen,« befahl der Hahn.
»Natürlich, das lernt es alles am besten bei mir,« sagte die Pute mit den Bronzefedern.
»Es soll lernen, sich mit den anderen Hennen vertragen; denn das ist sehr wichtig,« empfahl Mutter Henne und kratzte sich unter dem rechten Flügel.
»Versteht sich, das lernt es am besten bei mir,« antwortete das Bronzehuhn.
»Ich glaube, Sie sind dumm,« sagte die gelbe Tante mit den Federn an den Beinen.
»Das bin ich,« sagte das große Geschöpf und gluckste; »aber gerade darum kann ich die Kücken so gut in ihre Pflichten einführen: sie werden nicht abgelenkt.«
»Da hat sie recht,« nickte zufrieden Großmutter Langshan. »Und bitte, bringen Sie dem Hühnchen Respekt vor dem Alter bei.«
»Und lehren Sie es seine Eltern ehren,« sagte der Hahn.
»Und prägen Sie ihm ein, daß ein Huhn auf der Welt sei, um zu nützen,« bat Mutter Henne und kratzte sich.
»Und sagen Sie ihm gleich von Anfang an, Eierlegen sei ein Vergnügen; sonst glaubt es das Kücken später nicht mehr!« mahnte die gelbe Tante mit den Federn.
»Das tue ich alles,« versprach das Bronzehuhn; »es haben noch nie Eltern ihre Hühnchen gebracht, denen ich das nicht versprechen mußte.«
»Und so soll es sein,« sagte die Großmutter und warf ihren Kamm ausnahmsweise auf die rechte Seite, »und so ist es von jeher gewesen! Aber wo ist unser Kücken?«
Es spazierte vergnügt mit einem jungen Hähnchen aus der Nachbarschaft herum.
»Du, höre einmal,« sagte das zum Hühnchen, »von acht bis zehn legt die Pute, und von zehn bis zwölf schläft sie; da können wir den ganzen Morgen spazieren gehen.«
»Aber dann lerne ich ja nichts,« antwortete das Hühnchen.
»Gerade dann lernst du, was du brauchst; das andere kommt nachher von selber,« beruhigte es das Hähnchen.
Da kam aber die Familie und nahm das Hühnchen in ihre Mitte und zog mit ihm heimwärts.
»Man tut für seine Kinder, was man kann, nicht wahr, Schwiegersohn?« sagte Großmutter Langshan.
»Und so gut man es versteht!« pfiff die Amsel vom Baum herunter; aber niemand achtete auf sie.
Sie gehörte ja nicht in den Hühnerhof.
Der weiße Maulwurf
Große Aufregung herrschte unter den Maulwürfen. Sie standen in Scharen beisammen und wisperten.
»Wer hat ihn gesehen?« fragte der Älteste der Maulwürfe.
»Ich, ich, ich,« schrien viele durcheinander.
»Ist er wirklich weiß?« fragte der Älteste.
»Schneeweiß! Auch nicht ein schwarzes Härchen ist an ihm,« rief eine junge Maulwurfsfrau. Der Haufe schwieg bestürzt.
»Wohin wird es noch kommen?« sagte der Älteste mit hohler Stimme, »wenn sogar die Maulwürfe es wagen, allem Hergebrachten ins Gesicht zu schlagen?«
»Vielleicht ist er nur gefärbt,« rief einer entschuldigend.
»Nein,« sagte die junge Maulwurfsfrau, »er ist echt! Die Haut unter dem Fell ist ganz rosenrot.«
»Du hast dir den Weißen genau angesehen,« sagte höhnisch einer der Maulwürfe.
»Das habe ich, so gut ich mit meinen Schlitzäuglein sehen konnte.« Die andern stutzten.
»Ich wäre dafür, den Weißen aus unseren Feldern zu verjagen,« schlug einer vor. Es war ein gewöhnlicher Maulwurf mit kurzem grauem Schwanz. »Wie leicht könnte er unserer Jugend solche Unsitten beibringen. Ich habe auch gehört, daß er aufrührerische Reden hält.«
»Aufrührerische Reden?« rief der Älteste, »das ist das Schlimmste! Nur nichts Neues! Nur keine Veränderungen! Nur keine Versuche, die doch fehlschlagen! Ich kenne die Welt. Ich habe lange genug in ihr gelebt. Wer sind die wahrhaft Glücklichen und Weisen?« Der Älteste neigte die spitze Schnauze und kniff die winzigen Äuglein zusammen. »Die die Erfahrungen von Generationen benützen und die leichtsinnigen Neuerungen verabscheuen. Fort mit dem weißen Maulwurf!«
»Fort mit dem weißen Maulwurf!« schrien alle. Nur die Maulwurfsfrau schrie nicht mit.
»Er hat größere Augen als alle unsere Maulwürfe,« sagte sie zu ihrer Nachbarin, »er kann einen wirklich damit ansehen, und dann glänzen sie.«
»Das kann ich mir gar nicht vorstellen,« sagte die Maulwürfin.
Da kam hastig ein junger Maulwurf daher.
»Wißt ihr, was der weiße Maulwurf sagt?« rief er schon von weitem.
»Nein!« schrien die andern und umringten ihn.
»Er sagt, wir sollten größere Augen haben, ich habe es selbst gehört!«
»Größere Augen?« fragten empört die Zuhörer. »Wozu?«
»Er sagt, wir sollten besser sehen können!«
»Besser sehen! Was denn?« riefen wieder die Umstehenden. »Was will denn der Kerl?«
»Er sagt, wir sollten lernen das Schöne sehen, auch außerhalb unserer Gänge.«
»Außerhalb unsern Gängen,« schrie die Menge, »was gibt es denn da zu sehen?«
»Er ist verrückt,« sagte der Grauschwänzige.
»Er ist ein Aufrührer, ein Revolutionär,« schrien viele.
»Er ist einfach ein Esel!« erklärte der Älteste. »Besser sehen lernen! Haben Maulwürfe je gut sehen können? Und dann: Gibt es außerhalb unserer Gänge überhaupt Schönes? Ein Esel ist er, oder ein Idealist, das kommt auf eins heraus.«
Da wurde es hell hinten im Gang. Der weiße Maulwurf kam.
»Da ist er, da kommt er,« wisperte es. Die Schlitzäuglein öffneten sich, die kurzen Hälse streckten sich, die grauen und bräunlichen Schwanzstummel fuhren aufgeregt hin und her. Aber alle schwiegen, auch der Älteste. Da fragte der weiße Maulwurf:
»Warum soll ich fort? Habe ich euch etwas zuleide getan?«
»Nein,« sagte der Grauschwänzige, »aber du bist weiß und wir sind schwarz!«
»Du willst neue Bräuche einführen!« rief der Älteste.
»Du sagst, wir verstünden nicht zu sehen,« schrie die Menge.
»Und das ist wahr,« bestätigte ruhig der weiße Maulwurf. »Ihr seht nur, was ihr sehen wollt, und es gibt so vieles, das ihr sehen könntet!«
»Wir brauchen nichts zu sehen,« schrien die Maulwürfe.
»Wir wissen alles auswendig,« rief einer.
»Uns gefällt das Schöne gar nicht,« piepste ein anderer.
»Versucht es doch einmal,« bat der Weiße. »Ihr werdet sehen, es gefällt euch dann!« Und feurig fuhr er fort: »Wenn es für euch zu spät ist, so laßt mich wenigstens eure Kinder hinausführen! Laßt sie einmal hinauf auf die Erde und zeigt ihnen den Glanz des Mondes und das flimmernde Licht der Sterne.«
»Verführer! Jugendverderber!« schrie wütend der Älteste. »Nun erkenne ich dich! Zwietracht willst du säen zwischen uns und der Jugend! Unzufriedenheit willst du pflanzen! Hochmut willst du züchten! Wir, die Alten, sollen uns schämen müssen vor der Jugend mit unseren kleinen Äuglein! Ich kenne dich und deinesgleichen! Jawohl! Mond und Sterne! Die hätten wir längst gesehen, wäre es gut für Maulwürfe! Fort! Hinaus! Hinaus mit dir aus unseren Gängen!«
»Fort mit dir,« schrien die Schwarzen. »Fort mit dir! Fort!« Die Maulwürfe drängten den Fremdling durch den engen Gang. Sie kamen an der Maulwurfsfrau vorbei, die dort mit ihrer Nachbarin stand.
»Den Besten unter euch verjagt ihr!« rief sie spöttisch.
»Den Besten!« schrie der Graugeschwänzte. »Nennst du einen weißen Maulwurf den Besten?« Dann wandte er sich zu dem Verhaßten und schrie:
»So hast du unser Volk schon verhetzt!« und warf sich auf ihn und versetzte ihm wütende Bisse.
Als die andern das sahen, wagten sie es ebenfalls, und fielen über den weißen Maulwurf her. Bald hatten sie ihn totgebissen. Der weiße Pelz färbte sich rot vom Blute des Gemordeten und ärgerte niemand mehr.
Zufrieden tappten alle im Dunkeln nach ihren Wohnungen. Zu sehen brauchten sie ja nichts, denn schon ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern waren diesen Weg gegangen! –
Story DNA
Moral
Blind adherence to tradition and fear of the unknown can lead to the rejection and destruction of those who offer new perspectives and opportunities for growth.
Plot Summary
This story presents two fables. In the first, a chicken family debates their chick's education, ultimately choosing a dull turkey who will teach only traditional, limited 'chicken' duties, rejecting a knowledgeable woodpecker who advocates for broader learning. In the second, a community of moles is disturbed by the appearance of a white mole who has larger eyes and encourages them to see the beauty outside their dark tunnels. The fearful and tradition-bound elder moles incite the community to reject and violently kill the white mole, ensuring their world remains unchanged and dark.
Themes
Emotional Arc
frustration to tragedy
Writing Style
Narrative Elements
Cultural Context
Lisa Wenger was a Swiss author and artist known for her children's books. Her stories often subtly critique societal norms and highlight the importance of individuality and open-mindedness, reflecting a progressive viewpoint for her time.
Plot Beats (12)
- A chicken family holds a council to decide where their six-month-old chick should go to school, with various family members and a magpie offering opinions.
- The family, particularly the grandmother and mother, insist the chick must go to school for tradition, not for learning anything beyond traditional chicken duties.
- The magpie suggests the knowledgeable woodpecker, but the mother hen rejects him for his progressive views on chicken education.
- The family ultimately chooses a dull turkey as a teacher, who promises to teach only traditional chicken duties like egg-laying, brooding, and obedience.
- The chick is found happily socializing with a young rooster, who suggests they can skip lessons because the turkey sleeps, implying the 'education' is pointless.
- The family takes the chick home, ignoring the magpie's critical remarks, satisfied they've done their duty.
- Separately, a community of moles is in an uproar over the appearance of a white mole, who is described as genuinely white with rose-red skin and larger, shining eyes.
- The elder moles express fear and outrage, seeing the white mole as a threat to their traditions and accusing him of spreading 'seditious speeches'.
- The white mole appears and calmly explains that the other moles only see what they want to see and could learn to appreciate beauty outside their tunnels.
- The white mole pleads for the children to be allowed to see the moon and stars, which further enrages the elders, who accuse him of corrupting the youth and sowing discord.
- The moles, led by the elder and a grey-tailed mole, attack and kill the white mole, staining his fur with blood.
- The moles return to their dark, familiar lives, content that they have preserved their traditions by eliminating the 'revolutionary'.
Characters
The Chick (Hühnchen)
A small, fluffy chick, six months old, with soft, downy feathers typical of a young chicken. Its size is notably smaller than the adult chickens and turkey.
Attire: None, as it is a chick.
Wants: To understand what it needs to learn and to experience the world beyond its immediate family's expectations.
Flaw: Easily distracted and influenced by others, particularly the young rooster.
Starts as a passive recipient of its family's plans but shows a spark of independent thought when questioning what it will learn and being tempted by the young rooster's suggestion of skipping lessons. Its arc is cut short by the family's intervention, implying it will conform.
Curious, questioning, open-minded, and slightly naive. It is willing to learn but also easily swayed by new ideas.
Grandmother Langshan
A large, imposing Langshan hen, known for her considerable size and dignified presence. Her feathers are likely dark, given the breed, and well-maintained, signifying her status. She has a prominent comb that usually hangs over her left eye, reserved for special occasions.
Attire: None, as she is a chicken, but her breed's characteristic dark, dense plumage serves as her 'attire'.
Wants: To uphold family traditions, maintain the family's social standing, and ensure the chick conforms to established norms.
Flaw: Rigidity and an inability to consider new ideas or perspectives, leading to a narrow-minded view.
Remains unchanged, steadfast in her traditional beliefs and role as the family's arbiter of custom.
Authoritative, traditional, conservative, and proud. She values custom and reputation above all else.
The Rooster (Hahn)
A proud and dignified rooster, likely with vibrant, iridescent plumage typical of a farm rooster. He is a commanding presence in the chicken yard.
Attire: None, as he is a chicken, but his magnificent, colorful tail feathers and glossy body feathers serve as his 'attire'.
Wants: To maintain the family's reputation, ensure the chick learns 'proper' chicken behavior (subservience), and assert his authority.
Flaw: His pride and narrow-mindedness make him dismissive of any new ideas or external opinions.
Remains unchanged, reinforcing his traditional views and authority.
Arrogant, traditional, easily angered by dissent, and highly concerned with appearances and family honor.
Mother Hen (Mutter Henne)
A typical hen, likely of a common farm breed, with soft, practical plumage. She is less imposing than the Grandmother but still a figure of maternal authority.
Attire: None, as she is a chicken, but her soft, brown or speckled feathers are her natural covering.
Wants: To ensure her chick learns to conform to societal expectations and gets along with others, primarily driven by a desire for peace and acceptance.
Flaw: Lack of independent thought and a tendency to follow the crowd, making her easily manipulated.
Remains unchanged, continuing to uphold traditional values without questioning them.
Conformist, anxious, maternal, and easily influenced by the stronger personalities of her mother and husband.
Yellow Aunt with Feathers on Her Legs (Die gelbe Tante mit den Federn an den Beinen)
A distinctive hen with yellow feathers and notably feathered legs, a characteristic of certain chicken breeds. Her appearance sets her slightly apart from the others.
Attire: None, as she is a chicken, but her yellow plumage and feathered legs are her defining visual traits.
Wants: To ensure the chick learns practical skills, though she expresses doubt about the necessity of formal schooling.
Flaw: Her skepticism can border on cynicism, and she doesn't offer constructive alternatives.
Remains unchanged, maintaining her skeptical but ultimately compliant role.
Skeptical, blunt, practical, and slightly cynical. She questions things but ultimately conforms.
The Blackbird (Amsel)
A sleek, dark-feathered blackbird, perched on a tree in the chicken yard. Its form is agile and light.
Attire: None, as it is a bird, but its glossy black feathers are its natural covering.
Wants: To encourage the chickens to think beyond their limited worldview and consider the value of learning and experiencing more.
Flaw: Its advice is consistently ignored by the chickens, rendering it ineffective.
Remains unchanged, continuing its role as the unheeded voice of reason and broader perspective.
Observant, intelligent, critical, and an advocate for broader perspectives and new experiences. It is an outsider to the chicken family's traditions.
The Mole (Maulwurf)
A small, dark-furred mole, accustomed to living underground. Its body is compact and adapted for digging.
Attire: None, as it is an animal.
Wants: To justify its own lack of formal education and maintain its comfortable, unexamined existence.
Flaw: Its limited perspective and inability to appreciate anything beyond its immediate, practical needs.
Remains unchanged, serving as a foil to the idea of schooling.
Self-satisfied, ignorant, and resistant to learning, believing that practical experience is sufficient.
Bronze Turkey (Die Pute mit den Bronzefedern)
A large, imposing turkey with distinctive bronze-colored feathers. She is significantly larger than the chickens, giving her an air of authority.
Attire: None, as she is a turkey, but her iridescent bronze feathers are her defining characteristic.
Wants: To maintain her role as a teacher by reinforcing traditional chicken behaviors, which she genuinely believes is the best approach.
Flaw: Her stupidity and lack of imagination, which prevent her from teaching anything meaningful or new.
Remains unchanged, continuing her role as the uninspired but accepted educator.
Dull-witted, complacent, and utterly conventional. She believes herself to be an excellent teacher because she teaches only what is expected.
The White Mole (Der weiße Maulwurf)
A mole with strikingly white fur, contrasting sharply with the typical dark fur of other moles. His skin underneath is rosy red. He has unusually large, glistening eyes for a mole.
Attire: None, as he is an animal, but his pristine white fur is his defining characteristic.
Wants: To open the eyes of his fellow moles to the beauty of the world beyond their tunnels and to encourage them to seek new experiences and knowledge.
Flaw: His idealism and inability to compromise with the deeply entrenched conservatism of his community, leading to his demise.
Starts as a hopeful visionary trying to enlighten his community but is ultimately martyred for his progressive ideas, dying for his beliefs.
Visionary, courageous, calm, and an advocate for change and expanded perception. He is a revolutionary among his kind.
Locations
The Chicken Coop/Farmyard
A bustling German farmyard, likely with a traditional half-timbered farmhouse nearby, where the chicken family and other farm animals reside. The ground is a mix of dirt and grass, with burdock leaves and possibly a deep river nearby. A tree stands in the yard where an Amsel (blackbird) lives.
Mood: lively, traditional, gossipy, somewhat conservative
The chicken family holds a council to decide where their chick should go to school, debating traditional values versus new ideas.
The Bronze Turkey's Dwelling
The dwelling of the bronze-feathered turkey, likely a simple, functional coop or shed within the farmyard, designed for practicality rather than comfort. It would have basic wooden walls and a dirt floor, perhaps with straw bedding.
Mood: authoritative, uninspired, traditional
The chicken family formally introduces their chick to the bronze turkey, who is chosen as the teacher due to her 'un-distracting' dullness.
The Mole Tunnels
A network of dark, subterranean tunnels beneath fields, characteristic of mole habitats. The tunnels are narrow, with packed earth walls and ceilings, and offer limited visibility. There are meeting points where moles gather.
Mood: claustrophobic, secretive, tense, traditional
The mole community gathers to discuss and ultimately condemn the 'white mole' for his radical ideas about seeing the world outside their tunnels.